Kommentar

Die desaströsen Folgen der fatalen Vorwärtsstrategie

Kein erfreulicher EHCO-Anlass: Die 19. ordentliche Generalversammlung der EHC Olten AG im Hotel Astoria.

Kein erfreulicher EHCO-Anlass: Die 19. ordentliche Generalversammlung der EHC Olten AG im Hotel Astoria.

Der EHC Olten hing finanziell derart in den Seilen, dass ihn nur eine Finanzspritze am Leben gehalten hat. Jetzt muss wieder die Vernunft einkehren. Das ist nötig, damit der EHCO seine Vision vom führenden Eishockeyklub im Mittelland in die Realität umsetzen kann.

Das, was schon seit geraumer Zeit gemunkelt wurde, kam nun auf dem Tisch. Der EHC Olten ist in den letzten Monaten in eine fatale Schräglage geraten. Der finanzielle Kollaps der Organisation konnte nur dank massiven monetären Sondermassnahmen des Verwaltungsrats abgewendet werden. In den letzten Jahren, bevor die neue Führungscrew um VR-Präsident Marc Thommen das Zepter übernommen hat, ist die Kontrolle über den Geschäftsgang der AG offensichtlich komplett verloren gegangen. Mit fast desaströsen Folgen.

Wenn einem bei der Lektüre des aktuellen Geschäftsberichts vor Augen geführt wird, welche – teilweise haarsträubenden – finanziellen Klimmzüge im Rahmen der vom alten VR der EHC Olten AG um Ex-Geschäftsführer Peter Rötheli ausgerufenen Vorwärtsstrategie eingegangen wurden, dann muss man froh sein, dass die Powermäuse in etwas weniger als einem Monat überhaupt noch an der Meisterschaft teilnehmen werden.

Die gute Nachricht ist: Der EHCO hat nach diesem finanziellen Kraftakt und der internen Strukturbereinigung die Basis dazu gelegt, dass der Klub auf einem stabilen Fundament in
die Zukunft gehen kann. Der Verwaltungsrat und Geschäftsführer Patrick Reber sind mit voller Kraft dabei, das Unternehmen so zu strukturieren, dass der EHCO als ambitionierte Eishockey-Organisation weiterexistieren kann – aber unter wirtschaftlich
vernünftigen Rahmenbedingungen.

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