Eishockey, Swiss League
Die beste Saisonleistung: Der EHCO fährt auswärts gegen den HC Sierre einen überlegenen Sieg ein

Im zweiten Duell der Saison gegen den HC Sierre wollten sich die Powermäuse für die 1:5-Ohrfeige aus dem ersten Aufeinandertreffen revanchieren. Die Revanche ist den Oltnern mit einem 5:0-Sieg eindrücklich gelungen.

Marcel Kuchta
Drucken
Teilen
Bereits nach 10 Minuten geht der EHC Olten gegen den HC Sierre in Front.
16 Bilder
Dion Knelsen jubelt über seinen Führungstreffer zum 1:0.
Torschütze Dominic Weder und Kent Daneel jubeln nach dem Tor zum 0:3. Maxime Montandon liegt enttäuscht am Boden.
Dem EHC Olten gelingt ein fulminantes Startdrittel und führt in der ersten Pause bereits mit 3:0.
Ex-Natispieler Goran Bezina kämpft gegen Silvan Wyss um den Puck.
Olten-Topscorer Garry Nunn ist vor Sierre-Verteidiger Goran Bezina an der Scheibe.
Torhüter Remo Giovannini im Duell an der Bande gegen Silvan Wyss.
Olten-Torhüter Silas Matthys hielt seinen Kasten sauber.
Olten-Spieler Leonardo Fuhrer im Zweikampf mit Benjamin Bonvin.
Topscorer Nunn mit einem Schuss von der blauen Linie.
Diego Schwarzenbach im Duell mit dem HC Sierre Topscorer.
Sierre-Angreifer Remy Rimann im Bandenduell gegen Daniel Carbis.
Der Torschütze zum 4:0,Dion Knelsen, jubelt mit Evgueni Chiriayev über seinen Treffer.
Kent Daneel im Duell mit Torhüter Remo Giovannini.
Leonardo Fuhrer an der Scheibe vor Arnaud Montandon.
Jubel nach Spielschluss beim EHCO. Der 5:0-Auswärtserfolg ist auch in dieser Höhe verdient.

Bereits nach 10 Minuten geht der EHC Olten gegen den HC Sierre in Front.

Pascal Müller/Freshfocus

EHCO-Trainer Fredrik Söderström schlauchte seine Spieler an Freitag-Vormittag, wenige Stunden nach der mehr als ärgerlichen 1:2-Niederlage in Langenthal, ordentlich. Der Schwede kannte keine Gnade. Nichts da mit einer lockeren Einheit angesichts eines weiteren Spiels am Samstagabend in Sierre.

Nun: Die strenge Lektion hat seinen Spielern offensichtlich nicht geschadet. Die bewegten sich in der Grabenhalle nämlich so flink wie kaum einmal zuvor in der laufenden Saison übers Eis. Und was passiert, wenn man die Beine richtig bewegt? Korrekt: Man gewinnt Zweikämpfe, ist schneller als der Gegner am richtigen Ort und schafft sich so ein Übergewicht, das sich früher oder später auf dem Resultatblatt auswirkt.

Ein ganz starkes erstes Drittel

Und so war der Auftritt der Oltner im ersten Drittel etwas vom Besten, was man seit langem von ihnen gesehen hat. 3:0 stand es nach 20 Minuten für Grünweiss. Dion Knelsen brachte die Gäste mit einem Kontertor in Führung. Beim 2:0 profitierte Leonardo Fuhrer davon, dass Cédric Hüsler Sierre-Goalie Remo Giovannini die Sicht nahm (Präsenz vor dem Tor!). Und beim 3:0 hatte Dominic Weder Glück, dass ein Unterwalliser seinen Querpass unhaltbar ins eigene Tor ablenkte.

Wie auch immer die Tore fielen: Die Führung des EHCO war auch in dieser Höhe hochverdient. Will man überhaupt etwas bemängeln, dann waren das zwei, drei böse Aussetzer in der Defensive, die glücklicherweise nicht meinem Gegentreffer bestraft wurden. Auch deshalb, weil Silas Matthys im Tor einmal mehr einen sehr sicheren Eindruck hinterliess. Er krönte seinen Auftritt verdientermassen mit einem Shutout.

Was mit einer guten Einstellung möglich ist

In der Folge hielten sich die Oltner im Grossen und Ganzen souverän schadlos. Auffällig ist, wie diszipliniert man in der Defensive zu agieren versucht. Das gelang – bis auf den einen oder anderen Aussetzer – vorzüglich. Auch deshalb, weil eben die Arbeitseinstellung stimmt. Silvan Wyss ging mit seinen geblockten Schüssen und weiteren Rettungstaten mit gutem Beispiel voran.

Generell verdienten sich alle EHCO-Spieler an diesem kalten Abend im Wallis punkto Einsatz sehr gute Noten. Dieses Spiel sollte von jetzt an der einstellungsmässige Massstab sein für die Powermäuse. Wenn sie so entschlossen, konzentriert und hartnäckig auftreten, dann sind sie für jeden Gegner unangenehm.

Partie verpasst? Lesen Sie den Spielverlauf hier im Liveticker nach:

Aktuelle Nachrichten