Handball NLB

Der TV Solothurn kassiert eine Klatsche gegen den Drittletzten der Tabelle

Der TV Solothurn muss gegen Yellow eine bittere Niederlage einstecken.

Der TV Solothurn muss gegen Yellow eine bittere Niederlage einstecken.

Eigentlich sollte der Sieg gegen Schlusslicht Altdorf im letzten Spiel den Solothurnern Aufwind geben. Doch die Reise nach Winterthur wurde für den TV Solothurn zum Debakel. Die 25:35-Klatsche ist die höchste Saison-Niederlage.

Viel hatte sich Solothurn vorgenommen für das Spiel gegen die wesentlich schwächer klassierte SG Yellow/Pfadi Espoirs. Doch die Winterthurer zeigten eindrücklich, in welch starker Form sie sich aktuell befinden. Beim TVS hingegen offenbarten sich Probleme, die normalerweise nicht vorkommen. Denn die Abwehr der Aarestädter war über weite Strecken des Spiels ein Totalausfall.

Natürlich waren die Talente des NLA-Vereins Pfadi Winterthur extrem agil und schlugen in ihren Angriffen jeweils ein sehr hohes Tempo an. Doch ist Yellow bei Weitem nicht die einzige Mannschaft in der NLB mit diesem Spielstil. Und bisher stellte diese Spielweise den TV Solothurn auch nicht vor grössere Probleme.

Ungewohnte Abstimmungsprobleme in der Mitte

Es muss aber auch erwähnt werden, dass die Zürcher es hervorragend verstanden, die Schwächen von Solothurn an diesem Tag konsequent auszunützen. Mal um Mal liefen sie auf den schwächelnden Mittelblock des TVS an und fanden im Zusammenspiel mit ihrem Kreisläufer fast immer eine Lücke.

In den ersten zwanzig Minuten der Partie konnten die Solothurner noch mithalten. Yellow/Pfadi eröffnete zwar den Torreigen und ging schnell mit 3:0 in Führung. Doch die Truppe von Trainer Marco Kurth fing sich schnell und glich in der 9. Minute durch Spielführer Sven Schafroth aus.

Dieses Spiel wiederholte sich danach bis zur 17. Minute, als wiederum Sven Schafroth mit einem Doppelschlag zuerst zum 7:7 ausglich und den TVS kurz darauf zum ersten und einzigen Mal in Führung schoss.

Höchste Niederlage der Saison

Der Endstand von 25:35 lässt eigentlich nicht vermuten, dass Solothurn sogar einmal kurz vorne lag. Es zeigt aber, wie desolat das TVS-Spiel in der Folge war. In weniger als vierzig Minuten kassierte die zweitbeste Defensive der Liga ganze 28 Gegentreffer. Der seit Wochen behäbige Angriff konnte auf der Gegenseite jedoch nur 17 Mal einnetzen. Im Donnschtig-Jass – und auch im Handball – ergibt das eine Differenz von 11, zu Ungunsten der Solothurner.

Auch das zwischenzeitliche Aufbäumen zu Beginn der zweiten Halbzeit trug am Ende keine Früchte. Nach dem deutlichen Rückstand zur Pause (10:16) kamen die Ambassadoren bis zur 39. Minute noch einmal auf drei Tore heran (15:18). Der Effort entpuppte sich aber schnell als vorübergehendes Strohfeuer. Die Gastgeber aus Winterthur schüttelten sich kurz und führten die Solothurner Abwehr wieder ein ums andere Mal vor.

Das kassierte «Stängeli» ist gleichbedeutend mit dem Saisontiefpunkt. Höher hat der TVS seit über zwei Jahren nicht mehr verloren. Damit verschärft sich die Solothurner Krise weiter, und dies ausgerechnet vor dem wichtigen Derby gegen den HS Biel.

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