Fussball
Der «mächtige» FC Grenchen gewinnt den Spitzenkampf gegen Baden

Der FC Grenchen feierte gegen das bisher ungeschlagene Baden den sechsten Heimsieg. «Im heimischen Brühl, mit unseren Fans im Rücken, haben wir uns zu einer Macht entwickelt» freut sich FCG-Captain Stauffer.

Mke Brotschi
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Grenchens Samuel Zayas (links) im Kampf um den Ball gegen Badens Luiyi Lugo.

Grenchens Samuel Zayas (links) im Kampf um den Ball gegen Badens Luiyi Lugo.

Marcel Bieri

Am Ende war der 2:0-Sieg des FC Grenchen gegen das zuvor ungeschlagene Baden hochverdient. Die Treffer für die Einheimischen erzielten Nastoski und Ferreira. Schon in den ersten Minuten stand der Gästekeeper einige Male im Zentrum des Geschehens. Das gute Forechecking der Della-Casa-Elf zwang seine Vorderleute zu riskanten Rückgaben. Die erste wirklich gefährliche Aktion fand in der 15. Minute statt. Stauffers Direktabnahme flog nach einem Eckball über das Tor.

Er war wohl etwas überrascht gewesen, dass der besser postierte Grosjean vor dem Tor am Ball vorbeigesegelt war. Die Grenchner Führung zeichnete sich jedoch mit zunehmender Spieldauer ab. Trotz schönem Kombinationsspiel kam der letzte Pass aber oft zu ungenau oder es war immer noch ein Verteidigerbein dazwischen. Deshalb versuchte es dann Nastoski mit einem Distanzschuss aus gut 18 Metern. Gegen seinen platzierten Aufsetzer hatte Pribanovic das Nachsehen und es stand verdientermassen 1:0.

Baden in Unterzahl und mit Penalty

Der bereits verwarnte Geissmann verhielt sich in einem weiteren Zweikampf gegen Zayas so ungeschickt, dass der Unparteiische ihn mit der Ampelkarte vom Platz stellte ( 37.). Mit einem Mann weniger und dem Eintorerückstand musste sich das favorisierte Baden für die zweite Hälfte etwas einfallen lassen.

Grenchen war aber auch in der zweiten Halbzeit klar eine Nasenlänge voraus. Mit etwas weniger Ballverliebtheit wäre dann auch bald ein weiteres Grenchner Tor möglich gewesen. Auf der Gegenseite kamen die Aargauer zu einem Elfmeter. Antic wurde bei einem Eckball im Strafraum umgerempelt. Ladner trat zum fälligen Strafstoss an, aber Jeffrey Grosjean ahnte die Ecke und erwies sich als Penaltykiller.

Im Brühl zur Macht entwickelt

Trotz bester Kontermöglichkeiten vergaben die Grenchner darauf einige sichere Torchancen. Zayas sündigte, als er vom nimmermüden Ferreira auf der rechten Seite perfekt lanciert wurde. Alleine vor dem Badener Tor verpasste er das sichere 2:0. Ferreira war dann in der 84. Minute selbst für das zweite Tor zuständig. Mit ganz grosser Abgeklärtheit nutzte er seine Chance, alleine auf das Gästetor loszuziehen, umspielte auch den Hüter und schob zum längst fälligen 2:0 ein (84.). «Ich war überrascht, denn ich dachte zuerst es sei Offside. Vor dem Goalie war für mich dann klar, dass ich ihn ausdribbeln musste, weil ich so viel Platz hatte» umschrieb Ferreira sein drittes Saisontor. Zayas hatte kurz vor Spielende gar noch das dritte Tor auf dem Fuss, sah seinen Schuss aber vom Pfosten abprallen. «Im heimischen Brühl, mit unseren Fans im Rücken, haben wir uns zu einer Macht entwickelt» freute sich FCG-Captain Stauffer über die tolle Heim-Performance.

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