Eishockey
«Das zeigt, dass die vorderen Teams Respekt vor uns haben»

Der EHC Olten trifft in den Playoffs nicht wie erhofft auf Langenthal. Die Powermäuse treffen am Sonntag auf Visp.

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Der EHC Olten hatte Grund zum Feiern.

Der EHC Olten hatte Grund zum Feiern.

Bruno Kissling

«Äh, das gibts doch nicht», entfuhr es EHCO-Geschäftsführer Peter Rötheli, nachdem Gian Kämpf, Geschäftsführer des SC Langenthal, am Playoff-Auswahlverfahren in Bern bekannt gegeben hatte, dass sich die Oberaargauer den EHC Basel als Gegner ausgesucht haben. Auch die anderen beiden Teams, welche die Wahl hatten, wollten sich nicht mit den Oltner Powermäusen messen. Deshalb kommt es für Letztere zum Duell mit dem Qualifikationsvierten und letztjährigen NLB-Meister aus Visp. «Das zeigt, dass die vorderen Teams Respekt vor uns haben», sagt Oltens Topskorer Marty Sertich und wertet die quasi Nicht-Wahl als Kompliment.

Kompliment hin oder her – bei Peter Rötheli überwog der Frust so kurz nach dem Wahlverfahren: «Wir sind natürlich primär enttäuscht, dass Langenthal nicht uns ausgewählt hat und es kein Derby geben wird im Viertelfinal. Das wäre ein Riesenspektakel fürs ganze Mittelland geworden.»

Der EHCO wird damit am kommenden Sonntag zum Playoff-Auftakt die Reise ins Oberwallis auf sich nehmen müssen. «Visp ist in der vergangenen Saison nur knapp am Aufstieg in die NLA gescheitert. Und auf die Playoffs hin hat es sich mit drei Spielern verstärkt», sagt Rötheli. Er will vorerst keine Prognose wagen, seine Vorgabe lautet denn auch schlicht und einfach: «Wir müssen am Ende der Serie einen Sieg mehr auf dem Konto haben als Visp.» Dass der EHCO in der Qualifikation in fünf Aufeinandertreffen mit den Oberwallisern dreimal als Sieger vom Eis ging, ist schon einmal ein gutes Omen.