Coop Beachtour
Beinahe ein Turnier der Beachvolleyball World Tour: «Mister Skyball» im Oltner Stadtzentrum

Das Turnier in Olten ist so gut besetzt wie selten zuvor. Den Organisatoren gelang es dank der Vergabe der Wildcards, starke Konkurrenz für die Schweizer Top-Duos zu verpflichten.

Daniel Humm
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Ab heute Donnerstag bis zum Sonntagabend wird im Oltner Stadtzentrum spektakuläres Beachvolleyball geboten. ZVG

Ab heute Donnerstag bis zum Sonntagabend wird im Oltner Stadtzentrum spektakuläres Beachvolleyball geboten. ZVG

Adrian Knecht

Das diesjährige Turnier der Coop Beachtour in Olten könnte aufgrund der teilnehmenden Teams beinahe ein Turnier der World Tour sein. Neben den meisten Schweizer Top-Teams stehen bei den Frauen auch die derzeit als Nummer 2 der Weltrangliste klassierten Deutschen Chantal Laboureur und Julia Sude im Oltner Sand. Bei den Männern werden neben «Mister Skyball» Adrian Carambula die beiden besten Schweizer Teams erwartet.

Das derzeit beste Schweizer Frauen-Team Anouk Vergé-Dépré und Joana Heidrich musste seinen Start in Olten kurzfristig absagen. Somit stehen neu Tanja Hüberli und Nina Betschart an der ersten Stelle der Setzliste. Mit der Top-Ten-Klassierung (Rang 9) in Brasilien bewies das Duo zuletzt seine aufsteigende Form.

Starker Nachwuchs

In die Rolle der Spielverderberinnen schlüpfen könnten die als Nummer 2 gesetzten Ines Egger und Nicole Eiholzer. Obwohl die beiden erstmals als Team antreten, ist ihnen der Sieg zuzutrauen. Zu beachten gilt es auch das Nachwuchs-Duo Esmée Böbner/Zoé Vergé-Dépré. Dieses hat in der Vergangenheit schon mehrfach bewiesen, dass es an einem guten Tag durchaus in der Lage ist, die «Grossen» zu ärgern und einen Podestplatz zu erreichen.

Bei den Wildcard-Teams stechen die aktuelle Nummer zwei der Weltrangliste, die Deutschen Chantal Laboureur und Julia Sude heraus. Die beiden sammelten dieses Jahr fleissig Top-Ten-Plätze: Rang 5 in Xiamen und Rang 9 in Itapema. Zudem ist es ihnen in der vergangenen Saison gelungen, aus dem Schatten des deutschen Spitzenteams Laura Ludwig und Kira Walkenhorst zu treten.

Spielplan

Donnerstag
13.00 bis 22.00

Freitag
16.00 bis 22.00

Samstag
12.00 bis 22.00

Sonntag
Halbfinals ab 11 Uhr, Final Männer ab 16.00, Final Frauen ab 17.00

Dies dürfte Motivation genug sein, den erfolgreichen Weg auch in Olten fortzuführen und sich zumindest aufs Podest zu spielen. Weniger bekannt, aber nicht weniger ambitioniert, ist das zweite Wildcard-Team, das ebenfalls aus Deutschland kommt. Victoria Bieneck und Isabel Schneider spielen seit vergangenem Jahr zusammen. In dieser Zeit konnten sie beachtliche Resultate erzielen. Unter anderem wurden sie am 5-Sterne-Turnier in Fort Lauderdale Vierte und in Itapema erreichten sie den ausgezeichneten fünften Rang.

Krattiger/Beeler sind Favoriten

Im Turnier der Männer präsentiert sich die Ausgangslage ausgeglichen. Für die Turniernummer 1 Nico Beeler und Marco Krattiger geht es darum, die Leaderposition gegenüber den anderen Schweizer Teams zu festigen. Nach der Finalniederlage beim Auftaktturnier im Zürcher Hauptbahnhof waren die beiden zuletzt an internationalen Turnieren erfolgreich. Sie belegten den fünften Platz in Itapema. Eine leise Enttäuschung hingegen war das Turnier im Luzerner Lido, denn das Duo hatte sich definitiv mehr als den neunten Rang erhofft.

Gefordert werden Beeler/Krattiger von den als Nummer 2 gesetzten Adrian Heidrich und Mirco Gerson. Die beiden entschieden schon den Final in Zürich für sich. Zuletzt standen sie beim 3-Sterne-Turnier in Xiamen als Dritte auf dem Podest. Immer wieder für Spannung sorgt der Auftritt des amtierenden Schweizer Meisters, Alexei Strasser, der in Olten mit Sébastien Chevallier am Start ist. Obwohl das Duo als Nummer sechs gesetzt ist, darf es nicht abgeschrieben werden, ist es doch jederzeit für eine Überraschung und einen Podestplatz gut. Die restlichen Schweizer Männer-Teams dürften es in diesem starken Teilnehmerfeld in Olten schwer haben.

Mit «Mister Skyball» Adrian Carambula warten die Organisatoren mit einer grossen Attraktion auf. Der Italiener wird mit seinem neuen Partner Gabriele Felice im Oltner Sand stehen. Carambula verdankt seinen Spitznamen dem speziellen Service: Ihm gelingt es wie keinem anderen, den Ball extrem hochzuspielen, sodass dieser praktisch senkrecht wieder herunterfällt. Das zweite Wildcard-Team, die Tschechen David Kufa und Jakub Vala, bestreiten in Olten ihr erstes gemeinsames Turnier. Die beiden gelten als die grossen Unbekannten.