Ski-WM 2019

So funktioniert der Team-Event – und diese Brocken muss die Schweiz aus dem Weg räumen

An den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang hatte das Schweizer Team im Teamwettkampf allen Grund zur Freude, es holte Gold.

An den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang hatte das Schweizer Team im Teamwettkampf allen Grund zur Freude, es holte Gold.

Sieben Fragen und Antworten zum heute stattfindenden Team-Wettkampf an der Ski-WM 2019 im schwedischen Are.

Wann geht es los?

Mit den Achtelfinals um 16 Uhr. Sofern das Wetter mitspielt, was in Are ja keine Selbstverständlichkeit ist.

Wie sieht's heute aus?

Eher garstig, wie dieses Bild zeigt, das am Dienstagmorgen um 7.30 Uhr gepostet wurde:

Wie funktioniert der Team-Event?

Je zwei Fahrerinnen und Fahrer pro Nation duellieren sich in einem rund 20 Sekunden dauernden Parallelslalom. Wer mehr Siege hat, gewinnt das Duell und kommt eine Runde weiter.

Steht es 2:2, entscheidet die zusammengezählte Zeit des besseren Mannes und der besseren Frau jedes Teams. Im Extremfall können deshalb zwei Top-Fahrer, die alle ihre Duelle gewinnen, für den Titelgewinn ausreichen.

Wer fährt für die Schweiz?

Das Team wird angeführt von Wendy Holdener und Ramon Zenhäusern. Beide gehören zu den weltbesten Athleten in Parallel-Wettkämpfen und gewannen mit der Schweiz im vergangenen Winter Olympia-Gold. Die weiteren Fahrer sind Aline Danioth und Daniel Yule (ebenfalls ein Team-Olympiasieger), als Ersatz stehen Andrea Ellenberger und Sandro Simonet im Aufgebot.

Wer sind die Gegner?

Im Achtelfinal wartet mit Belgien ein Freilos auf die Schweiz. Doch danach wird es hammerhart. Geht es nach der Papierform, kommt es im Viertelfinal zum Duell mit dem starken WM-Gastgeber Schweden um André Myhrer und Frida Hansdotter. Der wahrscheinlichste Halbfinalgegner wäre Frankreich. Auf Österreich, das sich in der anderen Tableauhälfte befindet, könnte die Schweiz erst im Final (oder im kleinen Final) treffen.

Jede Wette: Wenn die Schweizer vor dem Start zu dieser harten Auslosung befragt werden, fällt der Spruch: «Wenn du Weltmeister werden willst, musst du sowieso jeden schlagen.»

Wer sind die Favoriten?

Die Schweiz gehört nach dem Olympiasieg in Pyeongchang vor Jahresfrist sicher dazu. Auf der Rechnung haben muss man auch Schweden, Frankreich und Österreich.

Allerdings hat auch die zweite Garde eine Chance. Wer hätte denn vor zwei Jahren gedacht, dass die Slowakei WM-Silber gewinnt? Petra Vlhova und Veronika Velez-Zuzulova sorgten mit Andreas Zampa und Matej Falat (Bild) für die Überraschung. Und die Schweiz zählte schon oft zu den Favoriten, hat aber seit der WM-Premiere eines Team-Wettkampfs erst eine einzige Medaille gewonnen: Bronze 2007 in Are.

Was sagt Ramon Zenhäusern?

Der Doppelmeter aus dem Wallis sieht eine gute Chance auf eine weitere Schweizer Medaille an dieser WM. «Dafür muss aber viel zusammenpassen. Das Niveau ist mittlerweile hoch. Ein kleiner Fehler, und du bist im Parallelslalom weg vom Fenster.»

Der Olympia-Zweite im Slalom bereitete sich seit vergangenem Mittwoch in Schweden auf die WM vor und reiste am Sonntag nach Are an. Dabei sah er auch die Silber-Fahrt von Corinne Suter vor Ort und war überrascht von der Ambiance. «Es hatte mehr Zuschauer als erwartet und diese sorgten für eine gute Stimmung.» Dass die Schweiz schon mehrere Medaillen gewonnen hat, findet Zenhäusern «grundsätzlich gut. Das sorgt für etwas Ruhe». Es ändere aber nichts an der Tatsache, dass sich jeder Fahrer vor allem auf seinen eigenen Einsatz konzentriere.

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