Bloss 37 Sekunden betrug der Rückstand auf die Siegerin Wali Semerenko (Ukr), die sich trotz einer Strafrunde knapp vor der fehlerfreien Russin Irina Starych durchsetzte. Selina Gasparin war gleich zu Beginn in Rückstand geraten. Das erste Projektil verfehlte die Scheibe und warf die Bündnerin auf den vierten Zwischenrang zurück. Nach einem zweiten, makellosen Liegend-Schiessen musste Gasparin nach dem ersten Stehend-Anschlag eine weitere Strafrunde drehen. Von Platz 9 kämpfte sich die Schweizerin noch auf Platz 6 vor. Zum Podestplatz der Drittklassierten Tiril Eckhoff fehlten 22 Sekunden, was umgerechnet einer Strafrunde entspricht.

Gasparin zog sich besser aus der Affäre als in Hochfilzen. Am vergangenen Wochenende in Österreich hatte die 29-Jährige als Sprintsiegerin drei Runden lang in Führung inne, ehe sie im Stehendschiessen nach vier Fehlschüssen auf Rang 15 durchgereicht wurde.

Wali Semerenko feierte ihren ersten Weltcupsieg. Dieser schien für Gabriela Soukalova reserviert. Doch die Tschechin fiel nach dem letzten Schiessen noch aus den Podesträngen.