Ski alpin

Zurbriggen nur knapp am Sieg vorbei - Walchhofer Erster

Silvan Zurbriggen zeigte eine tolle Leistung

Silvan Zurbriggen zeigte eine tolle Leistung

Zehn Tage nach seinem ersten Sieg in einer Weltcup-Abfahrt in Val Gardena schaffte es Silvan Zurbriggen auch in Bormio (It) aufs Podest.

Der 29-jährige Walliser zeigte sich unbeeindruckt von den Nachwirkungen seiner Hotelwegweisung in Lake Louise (Ka) und klassierte sich auf der so eisigen wie schattigen Piste Stelvio, die zusätzlich mit vielen Bodenwellen durchsetzt war, im 2. Rang. Auf den österreichischen Sieger Michael Walchhofer (18. Weltcup-Sieg), der nach Lake Louise seine zweite Abfahrt des Winters gewann, verlor er nur gerade 0,08 Sekunden.

Zurbriggen, der sich nach seinem Sieg in Val Gardena zunächst nicht sicher über einen Start in Bormio war, vermochte sich gegenüber den beiden Trainings gewaltig zu steigern. Er habe gemerkt, dass er viel schneller unterwegs sei, da er überall weiter gesprungen sei. Doch er habe alles gut getroffen, so Zurbriggen, der sich durch die rote Startnummer des Disziplinenleaders "beflügelt" fühlte. Nach Bormio allerdings muss der Schweizer die Führung in der Abfahrtswertung wieder Walchhofer überlassen (230:245 Punkte). Dafür ist Zurbriggen wieder Leader im Gesamtweltcup, einen Punkt vor dem Salzburger (395:394).

Eine starke Leistung zeigte in Bormio auch Patrick Küng, der Vierter wurde. Der 26-jährige Glarner, der auf Walchhofer sechs Zehntel verlor, war in einer Weltcup-Abfahrt erst einmal besser klassiert: im März war er beim Weltcup-Finale in Garmisch-Partenkirchen Dritter geworden. Gar seine beste Weltcup-Klassierung überhaupt erreichte Marc Gisin. Der jüngere Bruder von Dominique Gisin wurde in seinem ersten Rennen auf der Piste Stelvio gleich starker 16.

Eine riesige Enttäuschung setzte es für Didier Cuche ab, der in den Trainings als einziger Schweizer mit den Besten mitgehalten hatte. Der Neuenburger Routinier rutschte nach glänzender Zwischenzeit, wo er mehr als drei Zehntel Vorsprung auf Zurbriggen herausgeholt hatte, nach rund 50 Fahrsekunden in einer Rechtskurve auf dem Innenski aus und verlor bis ins Ziel noch über zwei Sekunden. Am Ende resultierte für Cuche nur der 21. Rang, unmittelbar vor Tobias Grünenfelder.

Hinter Walchhofer und Zurbriggen Dritter wurde der Italiener Christof Innerhofer (0,36 zurück), der in Bormio vor zwei Jahren seinen bislang einzigen Weltcup-Sieg gefeiert hatte. Klaus Kröll, der Schnellste im Abschlusstraining, sowie sein ÖSV-Teamkollege Mario Scheiber schieden nach hervorragenden Zwischenzeiten im Zielhang aus.

Weltcup-Abfahrt der Männer in Bormio (It). Schlussklassement: 1. Michael Walchhofer (Ö) 1:59,66. 2. Silvan Zurbriggen (Sz) 0,08 zurück. 3. Christof Innerhofer (It) 0,36. 4. Patrick Küng (Sz) 0,60. 5. Georg Streitberger (Ö) 0,96. 6. Andrej Sporn (Sln) 1,03. 7. Adrien Théaux (Fr) 1,21. 8. Bode Miller (USA) 1,26. 9. Stephan Keppler (De) 1,30. 10. Romed Baumann (Ö) 1,32. Ferner: 16. Marc Gisin (Sz) 2,10. 21. Didier Cuche 2,32. 22. Tobias Grünenfelder 2,39. 25. Ambrosi Hoffmann 2,80. 29. Vitus Lüönd 3,11. 33. Jonas Fravi 3,65. 41. Cornel Züger 5,14. - 52 Fahrer gestartet, 42 klassiert; ausgeschieden: u.a. Klaus Kröll (Ö), Mario Scheiber (Ö).

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