Langlauf

Weniger als ein Zehntel fehlte zum ersten Weltcupsieg

Bis auf die Ziellinie um den Sieg gekämpft: Nadine Fähndrich belegte mit Laurien van der Graaff im Teamsprint den 2. Platz

Bis auf die Ziellinie um den Sieg gekämpft: Nadine Fähndrich belegte mit Laurien van der Graaff im Teamsprint den 2. Platz

Die Schweizer Langläuferinnen Laurien van der Graaff/Nadine Fähndrich verpassen beim Weltcup in Dresden den Sieg im Teamsprint um weniger als eine Zehntelsekunde.

Offiziell wiesen die siegreichen Schwedinnen und die Schweizerinnen am Ende die gleiche Zeit auf. Das Zielfoto zeigte aber: Nadine Fähndrich musste sich im Schlussspurt Linn Svahn um neun Hundertstel geschlagen geben. Der zweite Podestplatz von Fähndrich und Van der Graaff - und eines Schweizer Teams überhaupt - in dieser Disziplin nach dem 3. Platz kurz vor Weihnachten in Planica bestätigte aber, dass das Duo Fähndrich/Van der Graaff gemeinsam Weltklasse ist.

Das ist auch ihr Anspruch. "Wir freuen uns riesig", erklärte Fähndrich im SRF-Interview. "Es ist aber ein anderes Gefühl als beim ersten Podestplatz in Planica", fügte die 24-jährige Luzernerin hinzu. "Weil es diesmal so knapp war." Für Laurien van der Graaff, neben Evi Kratzer die einzige Schweizerin mit mindestens einem Weltcupsieg, ist das Resultat die Bestätigung, dass "wir mit den Besten mithalten können. Es ist unser Anspruch, aufs Podest zu laufen." Der erste Sieg muss aber warten, in diesem Winter steht kein Teamsprint mehr im Programm.

Fähndrich und die acht Jahre ältere Davoserin liefen während des gesamten Rennens über zwölf Runden am Ufer der Elbe in den vordersten Positionen. Van der Graaff übergab als Zweite für die letzte Ablösung an Fähndrich - und diese lieferte den favorisierten Schwedinnen, die im Teamsprint seit fast drei Jahren ungeschlagen sind, einen Kampf auf Biegen und Brechen. Mit der erst 20-jährigen Linn Svahn, die Mitte Dezember in Davos und am Samstag in Dresden ihre ersten Einzel-Weltcupsiege gefeiert hatte, brauchte es einen der zukünftigen Stars, um Fähndrich zu bezwingen.

Bei den Männern belegten Erwan Käser/Roman Schaad, die den Final als Zehnte und letzte gerade noch erreicht hatten, den 9. Platz. Das zweite Schweizer Team Janik Riebli/Jovian Hediger scheiterte im Halbfinal.

Den Sieg holte sich Frankreich mit dem samstäglichen Sprintsieger Lucas Chanavat und Renaud Jay. Norwegen verpasste das Podest bei den Frauen wie bei den Männern.

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