Ski alpin

Wendy Holdener - die grosse Spezialistin im Parallelslalom

Trumpfte in Stockholm auf: Wendy Holdener.

Trumpfte in Stockholm auf: Wendy Holdener.

Beim Parallel-Slalom in Stockholm erringt Wendy Holdener ihren ersten Sieg im Weltcup. Diese Art Rennen liebt die Innerschweizerin ganz speziell.

Die 22–jährige Innerschweizerin gewann im Final gegen die Einheimische Frida Hansdotter. Zweimal war Holdener in einem Slalom schon Zweite geworden, zuletzt Ende Dezember in Lienz. Dort war sie von Hansdotter um sieben Hundertstel auf Platz zwei verwiesen worden, doch in Schwedens Hauptstadt konnte die Schwyzerin erfolgreich Revanche nehmen.

Im Duell Frau gegen Frau hat sich Wendy Holdener in den Team-Wettbewerben schon oft bewährt. «Ich liebe diese Rennen, die ganze Atmosphäre, die vielen Zuschauer. Man ist ständig gefordert. Es geht rauf und runter», bekannte die Unteribergerin. Auch vor drei Jahren in Moskau, beim bisher letzten Parallel-Slalom, hatte sie überzeugt. Damals war sie auf Platz vier gefahren.

«Ich hatte wenig zu verlieren. Im schlimmsten Fall wäre ich halt wieder Zweite geworden. Der Druck lastete bei diesem Heimrennen eher auf den Schwedinnen», erklärte Wendy Holdener nach ihrer Sieg-Premiere, die sie in ihrem exakt 99. Weltcuprennen realisierte.
Auf dem Weg in den Final räumte Holdener in den Viertelfinals die Slowakin Petra Vlhova aus dem Weg. Und in den Halbfinals schaltete Wendy Holdener mit Maria Pietilä-Holmner die erste Schwedin aus. Ganz so locker, wie es wirkte, war es aber nicht. «In den ersten Läufen fühlte ich mich noch nicht ganz so gut. Aber danach konnte ich mich ständig steigern», meinte die Innerschweizerin.

Wendy Holdener gewinnt den City-Event Parallel Slalom in Stockholm.

Wendy Holdener gewinnt den City-Event Parallel Slalom in Stockholm.

Nichts Neues im Kampf um die Kugel

Das Duell zwischen Lara Gut und Lindsey Vonn um die grosse Kristallkugel ging mit einem Patt zu Ende. Beide schieden in der ersten Runde aus, womit es in der Weltcup-Gesamtwertung bei den 23 Punkten Rückstand von Lara Gut auf die Amerikanerin bleibt.

Lara Gut verlor in den Achtelfinals gegen die Slowakin Veronika Velez Zuzulova, Lindsey Vonn schied gegen Wendy Holdener aus. Die Tessinerin konnte ihr Ausscheiden relativ locker nehmen, zumal sie ja nicht verlor: «Es war für mich eine neue Erfahrung.» Das Rennen der Männer gewann mit Marcel Hirscher der Favorit. Hirscher schlug im Final den Schweden André Myhrer. Da der Norweger Henrik Kristoffersen schon in der ersten Runde – ausgerechnet gegen Landsmann Kjetil Jansrud – auf der Strecke geblieben war, liegt nun Hirscher im Gesamt-Weltcup mit 173 Punkten Vorsprung auf den Skandinavier voraus.

Endlich wieder im Siegesrausch

Hirscher beendete auch eine für ihn doch ungewöhnlich lange Zeit ohne Sieg. Seit dem 6. Januar hatte er nicht mehr triumphiert. «Es waren wichtige 100 Punkte», erklärte der Österreicher, «ich bin ja ein wenig verwöhnt, was die Erfolge betrifft. Zuletzt war ich schon ein bisschen zum Nachdenken gezwungen worden.»

Auch der Slalom-Weltcup ist noch nicht endgültig entschieden. Hirscher liegt in dieser Wertung noch 131 Punkte hinter Kristoffersen. Ausstehend sind allerdings nur noch die beiden Prüfungen in Kranjska Gora und St. Moritz.

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