Skicross

Weltcuprennen in Arosa: Bange Momente und zwei Podestplätze für die Schweizer Skicrosser

Fanny Smith verpasste den Heimsieg nur knapp

Fanny Smith verpasste den Heimsieg nur knapp

Der Heimweltcup in Arosa bringt der Schweiz Glück. Mit Fanny Smith auf Platz 2 und Alex Fiva als Dritter schaffen es zwei Athleten von Swiss Ski auf das Podium.

Es war ein Abend der bangen Momente für die Schweizer Skicrosser am Heimevent. So passte es ins Bild, dass Alex Fiva nach absolviertem Finallauf im Zielraum auf die Bestätigung seines 3. Platzes warten musste. Fiva, der seine Passion für das Skifahren in Lenzerheide entdeckt hat, hatte im letzten Run des Abends im Duell mit dem Österreicher Adam Kappacher seinen Arm ausgefahren. Weil dieser in der Folge zu Fall kam, analysierte die Jury den Vorfall genauer. Fiva kam nach kurzer Beratung mit einer Verwarnung davon: Freude über Rang 3 wie im Vorjahr statt der Enttäuschung am Heimevent.

Alex Fiva fuhr erstmals in dieser Saison aufs Podest

Alex Fiva fuhr erstmals in dieser Saison aufs Podest

Für Fiva, der zum ersten Mal in dieser Saison auf dem Podest stand, war das Warten im Zielraum der zweite heikle Moment des Abends. Im Halbfinal wurde sein Ski unmittelbar vor einem Sprung von einem Konkurrenten touchiert, einzig der Instinkt und die vorzügliche Athletik hielten den 12-fachen Weltcupsieger im Rennen. "Diese Bilder machen unseren Sport auch aus. Da läuft etwas", sagte er im Ziel. Es lief einiges im Nachtsprint, Fivas Akrobatikeinlagen war nicht das einzige spektakuläre Bild des Abends.

Allerdings bot Arosa auch einen besorgniserregenden Moment. Ryan Regez, der bisher erfolgreichste Schweizer Skicrosser der Saison, wurde in seinem Viertelfinal vom Deutschen Daniel Bohnacker ausgehebelt, segelte meterweit durch die Luft und landete hart auf seinem Rücken. Trotz Schmerzen stand der Berner Oberländer im Halbfinal und im kleinen Final wieder im Gate, riskieren wollte er aber nichts mehr und wurde Siebter. "Solange das Adrenalin da ist, spürt man den Schmerz nicht so. Aber frag mich in einer halben Stunde nochmal", sagte Regez auf den Sturz angesprochen. Am Samstag beim Weltcup-Rennen im italienischen Innichen werde er aber bereits wieder angreifen, sagte der 26-Jährige.

Anders als Regez entging Fanny Smith auf ihrem Weg zum 2. Platz einem Unglück knapp. Nach einem Kontakt hielt sich die 27-Jährige erst gut im Rennen, fing dann die Schwedin Sandra Näslund auf den letzten Metern des lediglich 500 m langen Kurses noch ab. Einzig an der kanadischen Olympiasiegerin und Weltmeisterin Marielle Thompson war kein Vorbeikommen. "Es war wirklich ein sehr schwieriger Final, weil ich keine günstige Startposition hatte", sagte die Siegerin der Vorsaison. Darum sei sie auch sehr zufrieden mit dem Resultat.

Fanny Smith gewann in Arosa schon dreimal, freute sich am Dienstag aber auch über Platz 2

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