Wintersport

Weltcup-Anlässe in der Schweiz ohne Zuschauer

Volle Zuschauertribünen und gute Stimmung an den Skirennen in Adelboden wird es in diesem Winter nicht geben (Archivbild)

Volle Zuschauertribünen und gute Stimmung an den Skirennen in Adelboden wird es in diesem Winter nicht geben (Archivbild)

Die Weltcup-Anlässe im Ski alpin und Skispringen in der Schweiz finden in diesem Winter wegen der Corona-Pandemie grundsätzlich ohne Zuschauer statt. Dies verkünden die Veranstalter und Swiss-Ski.

Jubelnde Zuschauermassen am Chuenisbärgli in Adelboden oder beim Hundschopf im Wengen. Dass dies in den kommenden Monaten kaum möglich sein wird, war im Prinzip schon länger klar. Nun folgte von Swiss-Ski die Bestätigung, dass bei den alpinen Rennen in St. Moritz, Adelboden, Wengen, Crans-Montana und Lenzerheide sowie dem Skispringen in Engelberg keine Fans zugelassen werden.

Die Swiss-Ski Weltcup-Marketing AG vermarktet in Eigenregie die Heimweltcups im Ski alpin und den Skisprung-Weltcup in Engelberg, in der kommenden Saison zum fünften Mal. Aus diesem Grund verkündeten die sechs Destinationen den Entscheid gemeinsam.

Bei den anderen Weltcup-Events auf Schweizer Boden wie beispielsweise den Langlaufrennen in Davos, den Tour-de-Ski-Etappen im Münstertal oder den Wettkämpfen im Skicross und Snowboard wird der Veranstalter in Eigenregie entscheiden und kommunizieren - wohl mit demselben Resultat.

Die FIS macht derzeit in Sölden gerade vor, worum es ihr diesen Winter geht. Mit strengen Hygieneregeln, Maskenpflicht, abgeschirmten Teilnehmer-Bereichen, vielen Tests und eindringlichen Appellen an alle Beteiligten soll im "Pandemie-Winter" zumindest die Wettkampfsaison gerettet werden.

"Oberstes Ziel (...) ist es", im Weltcup-Winter 2020/2021 alle Heim-Events trotz schwieriger Rahmenbedingungen erfolgreich durchzuführen", betonte dann auch Swiss-Ski in einer Mitteilung. Um das Risiko zu minimieren und zum Schutz aller beteiligten Personen, sei dieser Entscheid nun getroffen worden.

Die Veranstalter behalten sich zwar vor - je nach Entwicklung der Pandemie - Anpassungen beim Zuschauerkonzept vorzunehmen. So könnten allenfalls einige Gäste in spezifischen Aufenthaltszonen abseits des eigentlichen Geschehens den Wettkämpfen beiwohnen. Auf Zuschauertribünen, Fan-Dörfer und Festzelte rund um den Zielbereich werde aber verzichtet. Auch öffentliche Siegerehrungen oder Startnummernauslosungen gibt es nicht.

Der Entscheid gibt den Veranstaltern Planungssicherheit. Dass die Anlässe trotz der fehlenden Einnahmen aus Ticketing und Hospitality überhaupt durchgeführt werden können, liegt an den finanziellen Beiträgen aus dem Stabilisierungspaket des Bundes für den Schweizer Sport. Der Verband und die Veranstalter konnten gegenüber Swiss Olympic aufzeigen, wie bedeutend die Weltcups als Rückgrat des Gesamtsystems Schneesport in der Schweiz sind.

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