Eiskunstlauf

Weitere Top-Klassierung für Paganini?

Alexia Paganini gilt als Schweizer Hoffnungsträgerin an den EM in Graz

Alexia Paganini gilt als Schweizer Hoffnungsträgerin an den EM in Graz

Alexia Paganini strebt an der am Mittwoch beginnenden Eiskunstlauf-EM in Graz eine weitere Top-Klassierung an. Die Schweiz ist in sämtlichen vier Kategorien vertreten.

An den letzten beiden Europameisterschaften belegte Paganini die Ränge 7 und 6 - vor einem Jahr befand sie sich nach dem Kurzprogramm als Dritte auf Medaillenkurs. Für eine weitere Steigerung muss allerdings vieles zusammenpassen. Acht Gegnerinnen verzeichneten in dieser Saison ein höheres Total als die 18-Jährige, die in den USA lebt.

Paganinis Ziel ist die Verbesserung der persönlichen Bestleistung von 182,50 Punkten, die sie im November 2018 in Moskau erzielt hat. Ihre Saisonbestmarke, ebenfalls in der russischen Hauptstadt aufgestellt, beträgt 179,69 Punkte, wobei sie in der Kür für das letzte Sprungelement, geplant war ein Doppel-Axel, einen Nuller kassierte. Die Tochter eines Schweizers und einer Niederländerin besitzt also definitiv noch Potenzial nach oben.

Paganini erschwerte auf diese Saison hin ihre Kür, beispielsweise springt sie neu die Kombination Dreifach-Lutz/Dreifach-Toeloop. Sie profitiert von einem spezifischeren und detaillierteren Training neben dem Eis. Ausserdem hat sie mit Misha Ge und David Wilson zwei neue Choreografen an Bord geholt. Gemäss ihrem Trainer Igor Krokavec läuft sie nun wie eine Frau.

Paganini ist nicht die einzige Schweizerin in ihrer Kategorie. Zum 37 Läuferinnen umfassenden Teilnehmerfeld gehört auch Yasmine Kimiko Yamada. Die 22-jährige Zürcherin, die ebenfalls in den USA trainiert, nimmt zum dritten Mal an Europameisterschaften teil - vor einem Jahr belegte sie den guten 15. Platz.

Vieles spricht bei den Frauen dafür, dass es ein rein russisches Podest gibt. Alena Kostornaja (PB 247,59), Alexandra Trussowa (241,02) und Anna Schtscherbakowa (240,92) laufen im Normalfall in einer eigenen Kategorie. Alle drei nehmen erstmals an internationalen Meisterschaften bei den Erwachsenen teil. Kostornaja ist 16 Jahre alt, die anderen beiden sind sogar erst 15. Trussowa stand schon drei verschiedene Vierfach-Sprünge (Flip, Lutz, Toeloop) im gleichen Programm. Zudem fehlte in Moskau wenig zum Vierfach-Salchow - er war unterrotiert. Schtscherbakowa beherrscht die Kombination Vierfach-Lutz/Dreifach-Toeloop und stand mit 13 Jahren den Vierfach-Toeloop. Kostornaja hat den Dreifach-Axel in ihrem Repertoire. Das junge Trio ist dermassen gut, dass es Olympiasiegerin und Weltmeisterin Alina Sagitowa sowie Vorjahressiegerin Sofia Samodurowa nicht ins russische Team schafften.

Wie bei den Frauen fehlen auch bei den Männern und im Paarlauf die Titelverteidiger. Für die Schweizer Vertreter Lukas Britschgi und Alexandra Herbrikova/Nicolas Roulet ist es jeweils die zweite EM-Teilnahme. Bei den Männern wird der Nachfolger des zurückgetretenen Spaniers Javier Fernandez gesucht, der in den letzten sieben Jahren triumphiert hat. Im Eistanz mit den Schweizern Victoria Manni/Carlo Röthlisberger streben die Franzosen Gabriella Papadakis/Guillaume Cizeron den sechsten EM-Titel hintereinander an.

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