Ein WM-Rennen um jeden Preis? Beat Feuz sagte im Ziel. «Als wir hörten, dass wir starten, dachte ich: Heute werden sich drei Athleten freuen und der Rest wird sich ärgern.» Es war in der Tat ein Rennen an der Grenze. Nebel und Schneefall behinderten die Athleten stark. Feuz sagt weiter: «Ich habe Mühe, wie das Rennen gefahren wurde. Es ist nicht WM-würdig.»

Aber immerhin: Die drei Fahrer, die sich freuten, die drei auf dem Podest also, sprechen dagegen, dass es eine reine Lotterie war: Kjetil Jansrud, Aksel Lund Svindal und Vincent Kriechmayr gehören zu den Besten des Fachs. Einen Zufallsweltmeister gab es nicht.

Hat Feuz Fehler gemacht?

Beat Feuz verpasste das Podest als Vierter um elf Hundertstelsekunden. Für den Titelverteidiger ist das eine Enttäuschung. In den vergangenen fünf Abfahrten stand er auf dem Podest. Ausgerechnet an der WM endete diese Serie. Dabei war er mit dem klaren Ziel nach Schweden gereist, eine Medaille zu gewinnen.

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Aber kann man ihm etwas vorwerfen? Vielleicht einzig, dass er schon am Start an eine mögliche Enttäuschung dachte. Die Norweger gelten im Weltcup als Paradebeispiel dafür, dass sie witterungsbedingte Entscheidungen hinnehmen, wie sie sind. Zumindest dann, wenn es sich eh nicht ändern lässt. Es ist vielleicht kein Zufall, warum also ausgerechnet Jansrud vor Svindal siegte.

Zurück zu Frage, ob das Rennen hätte stattfinden dürfen. Ein Skandal ist die Durchführung sicher nicht. Richtig gefährlich war es für die Athleten nicht. Ob es fair war, ist eine andere Frage. Aber wie oft entscheiden äussere Einflüsse im Freiluftsport Ski alpin über Erfolg und Enttäuschung?

Zudem ist es für die FIS nicht leicht, abzusagen. Es geht wie so oft um Geld. Die TV-Stationen zahlen viel für die Übertragungsrechte. Die Sponsoren wollen zur besten Zeit ins Bild gerückt werden. Das ist eine durchgeführte Abfahrt unter schwierigen Bedingungen immer noch besser als keine Abfahrt. Ob es einer WM würdig war? Beste Werbung für den Sport war es sicher nicht.