Ski
Trainer-Puff vor Olympia: Abfahrts-Chef Hubmann aufs Abstellgleis gestellt

Die Co-Trainer des Abfahrts-Team der Schweizer Herrren Skifahrer stellten sich quer: Weil er in seinen Aufgaben überfordert sei, wollten sie nicht mehr mit Team-Chef Walter Hubmann zusammenarbeiten. Dieser wurde nun kaltgestellt.

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Der Chef der Herren des Abfahrts-Team der Schweizer Skifahrer wurde ins Abseits manövriert.

Der Chef der Herren des Abfahrts-Team der Schweizer Skifahrer wurde ins Abseits manövriert.

zvg

Bereits am 2. Dezember im Umfeld des Rennens in Beaver-Creek kam es anscheinend zum Eklat: Die drei Co-Trainer der Schweizer Abfahrts-Skifahrer Simon Rotenbühler, Bertrand Dubuis und Jogi Kunz eröffneten Alpin-Chef Rudi Huber in einer Sitzung, dass sie nicht mehr mit Abfahrt-Team-Chef dem Österreicher Walter Hubmann zusammenarbeiten wollten. Dieser sei in seinen Aufgaben überfordert, so berichtet es der «Blick» in Berufung auf einen Teaminsider.

Daraufhin habe der Chef der Herren bei Swiss Ski entschieden, das Team in drei Gruppen aufzuteilen. Rotenbühler solle sich um Abfahrer Patrick Küng, Ralf Weber und Marc Gisin kümmern. Didier Défago und Silvan Zurbriggen stünden unter der Obhut von Bertrand Dubuis und Jogi Kunz sei für Vitus Lüönd und Nils Mani verantwortlich.

Hubmann selber übernehme nur noch administrative Arbeiten und sei gar nicht mehr bei den Trainings anwesend. Er arbeite von seinem Haus in Österreich aus, so schreibt es der «Blick».

Ob der Trubel im Abfahrts-Team so kurz vor Olympia auf die Leistung schlägt, sei dahingestellt. Alpinchef Huber jedenfalls versucht Bedenken wegzureden: «Dass es mal kracht, kommt überall vor.» Und: «Wir haben eine moderne Trainingsform gefunden.» (az)

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