Im Gegensatz zur Kür der Männer verlief diejenige der Frauen hochklassig. Sotnikowa zeigte ein nahezu fehlerfreies Programm und verbesserte mit dem Total von 224,59 Punkte ihre Bestmarke um mehr als 22 Punkte. In der Kür verpasste sie den Weltrekord von Kim (150,06) lediglich um 0,11 Punkte. Sotnikowas Vorsprung auf Kim betrug 5,48 Punkte. Damit ist sie die erste Russin, die in der Frauenkonkurrenz Gold geholt hat.

Allerdings hinterlässt die Bewertung einen faden Beigeschmack, ist es doch nicht nachvollziehbar, warum die Einheimische bei den Programmkomponenten beinahe auf das gleiche Total wie die Südkoreanerin kam. So verpasste es Kim, als dritte Frau nach Sonja Henie und Katarina Witt den Olympiasieg zu wiederholen.

Wie Sotnikowa stellte auch Carolina Kostner mit 216,73 Punkten eine klare persönliche Bestleistung (zuvor 197,89) auf. Damit versöhnte sich die frühere Freundin von Stéphane Lambiel, die Weltmeisterin von 2012, mit den Olympischen Spielen. Bislang war Rang 9 ihre Bestklassierung gewesen. Vor vier Jahren wurde sie lediglich 16.