Schweizer Podestplätze an Doppelkonkurrenzen im Skicross-Weltcup sind keine Seltenheit. Dass aber in beiden Rennen ein Schweizer respektive eine Schweizerin zuoberst auf dem Podium steht, hat es noch nie gegeben. Alex Fiva und Sanna Lüdi sorgten mit ihren Siegen in der französischen Skistation nicht nur für ein Novum. Fiva übernahm mit seinem zweiten Erfolg nach jenem in St. Johann das rote Trikot des Disziplinenleaders. Lüdi durfte sich erneut darin einkleiden lassen. Sie steht seit ihrem Sieg in Alpe d'Huez am Mittwoch an der Spitze.

Der 26-jährige Bündner Fiva dominierte die K.o.-Läufe in Contamines nach Belieben. Deshalb war der Tagessieg die logische Folge, auch wenn Fiva im Finalrennen zu beissen hatte. Bei den Frauen hatte alles auf die Siegpremiere von Katrin Müller hingedeutet. Die 22-jährige Tessinerin fuhr die Konkurrenz nach klarer Bestzeit in der Qualifikation auch bis und mit Halbfinals in Grund und Boden. Im Final wurde der letztlich viertklassierten Müller eine Berührung mit Ophélie David zum Verhängnis. Profiteurin davon war Sanna Lüdi, die am Duo vorbeizog und auch das zweite Rennen auf französischem Boden innert vier Tagen gewann.