Ammann feierte mit Weiten von 139,5 m und 142 m und einem grossen Vorsprung von acht Punkten auf die Konkurrenz seinen insgesamt 22. Weltcupsieg. Der Schweizer Teamleader stand zuletzt vor elf Monaten beim Auftakt zur Vierschanzentournee 2013/14 in Oberstdorf (De) zuoberst auf dem Podest. Danach liess er noch Rang 3 beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen sowie einen zweiten Platz in Innsbruck folgen, ehe in Sachen Podestplätze die Flaute kam. Auf der Schanze in Ruka im Wintersportgebiet Kuusamo feierte der 33-Jährige nun sein 74. Weltcup-Podest.

Der Toggenburger hatte bereits nach dem ersten Durchgang geführt, obwohl er bei der Landung patzte und dreimal die tiefe Note 16,0 und zweimal 16,5 erhielt. Bei seinem Traumflug auf 142 m, was exakt der Hillsize entspricht, passte dann der Aufsprung wesentlich besser.

Bereits vor Wochenfrist hatte Ammann mit Rang 7 beim Saisonauftakt in Klingenthal (De) seine gute Frühform unter Beweis gestellt. Somit hat der Toggenburger den Anschluss zu den Besten bereits hergestellt, was mit Blick auf die Vierschanzentournee von grosser Bedeutung ist. Der Gesamtsieg beim Klassiker über die Neujahrstage fehlt Ammann noch. Diametral entgegen gesetzt verläuft die Formkurve von Gregor Deschwanden. Der zweite Schweizer im Feld verpasste als 39. mit einer Weite von 117,5 m den Finaldurchgang deutlich. Der Luzerner wartet immer noch auf die ersten Weltcup-Punkte in dieser Saison.