Ammann will sich zum Ende des Winters nicht noch eine grosse Portion Frust aufladen. Um seinen hohen Ansprüchen gerecht zu werden, müsse er körperlich und mental optimal vorbereitet sein. Dies sei momentan nicht der Fall, liess er per Communiqué verlauten.

Der vorzeitige Rückzug kommt nach seinem 35. Rang beim Springen in Trondheim nicht überraschend. Bereits am Freitagabend hatte er die Option Notausgang in Betracht gezogen, nachdem er zum vierten Mal in diesem Winter einen Finaldurchgang verpasst hatte.

Körperliche und mentale Leere

Ammann zog trotz des vorzeitigen Ausstiegs eine mehrheitlich positive Bilanz zum Winter 2012/13. Resultatmässig äusserte sich dies in zwei Podestplätzen und acht weiteren Top-Ten-Klassierungen. Zudem hatte er im Training immer wieder sehr gute Ansätze gezeigt, die er allerdings im Wettkampf nicht umsetzen konnte. Seine körperliche und mentale Leere begründete Ammann mit dem enormen Aufwand, den er betreiben musste, um nach dem Wechsel auf die hautengen Anzügen den Kontakt zur Spitze zu halten.

Ammann kehrt nun in die Schweiz zurück, legt eine Pause ein und wird im Frühling das Training für die Olympiasaison in Angriff nehmen.