Der 22-jährige aus Baden-Württemberg konnte sich nach seinem weiten Sprung im zweiten Durchgang auf 142,5 m nicht auf den Beinen halten und musste auf einer Bahre aus dem Auslauf gebracht werden.

Siegel wurde ins Spital überführt, eine genaue Diagnose liegt noch nicht vor. Er zog sich beim Sturz wohl eine schwere Verletzung am rechten Knie zu.

Auch aus sportlicher Sicht verlief der Wettkampf dramatisch. Am Ende lagen die Deutschen nur noch um 0,1 Punkte oder umgerechnet 5,5 Zentimeter vor den zweitplatzierten Österreichern. Platz 3 ging an die Gastgeber aus Polen.

Die Schweizer Skispringer belegten den 7. Rang und blieben somit leicht unter den Erwartungen. Im Prinzip waren sie nur besser als die Finnen und die Russen. Die achtklassierten Norweger hatten bloss sieben Flüge in der Wertung, weil Johann-André Forfang wegen eines unerlaubten Anzugs disqualifiziert wurde.

Der überragende Akteur im Schweizer Team hiess Killian Peier. Im ersten Umgang verhinderte der Waadtländer mit einem Flug auf 138,5 m und der drittbesten Leistung aller Schlussspringer das drohende vorzeitige Out. Auch in der Reprise holte er mit 133,5 m klar mehr Punkte als Simon Ammann, Andreas Schuler und Gregor Deschwanden.

In Zakopane folgt am Sonntag noch ein Einzel-Wettkampf.