Gasparin erlebte im letzten Wettkampf des Weltcups in Bayern ein Auf und Ab. Nach dem ersten Schiessen war sie lediglich im 25. Zwischenrang klassiert gewesen, ehe sie nach 10 km bis auf Position 6 vorstossen konnte. Ohne den Fehler im letzten Stehend-Anschlag wäre für die 33-jährige Engadinerin, die insgesamt zwei Strafrunden zu absolvieren hatte, plötzlich gar ein Podestplatz in Reichweite gelegen.

Wie bereits im Staffel-Rennen vom Samstag zeigte die zweimalige Weltcup-Siegerin läuferisch eine starke Vorstellung. Gasparin absolvierte die drittbeste Schlussrunde von allen und stiess damit im Finale vom 12. Zwischenrang noch um vier Positionen nach vorne. "Am Ende bin ich sehr zufrieden", so die Schweizerin. Besser als am Sonntag in Ruhpolding war sie heuer bislang nur in Le Grand-Bornand - als Vierte und Sechste - gewesen.

"Ich bin am Anfang etwas verhaltener angegangen und habe mich nicht gestresst beim Versuch, schon auf der ersten Runde ganz nach vorne zu kommen. Ich bin dann immer besser reingekommen und konnte mein Rennen laufen", erklärte die Bündnerin.

Den Wettkampf der besten 30 des Weltcups gewann die Finnin Kaisa Mäkäräinen mit 0,8 Sekunden Vorsprung vor der Deutschen Laura Dahlmeier. Dritte wurde die Tschechin Veronika Vitkova. Wie Gasparin mussten auch sie zwei Strafrunden absolvieren.

Die Slowakin Anastasiya Kuzmina kam nach sechs Strafrunden nicht über den 23. Platz hinaus und musste die Weltcup-Führung an Mäkäräinen abgeben.

Sechster Saisonsieg für Johannes Thingnes Bö

Im Massenstartrennen der Männer über 15 km feierte Johannes Thingnes Bö seinen sechsten Saisonsieg. Der 24-jährige Norweger setzte sich mit einem Fehler 4,5 Sekunden vor dem französischen Weltcup-Leader Martin Fourcade (2 Strafrunden) durch. Rang 3 ging an Fourcades Landsmann Antonin Guigonnat.

Zum Massenstartrennen sind jeweils die besten 30 des Weltcups zugelassen. Der Wettkampf der Männer fand ohne Schweizer Beteiligung statt, da Benjamin Weger zwecks Höhentraining auf die Reise nach Bayern verzichtete.