Swiss-Ski sei über den Unfalltod zutiefst bestürzt und erschüttert. «Die Swiss-Ski-Familie ist in dieser schweren Zeit in Gedanken bei der Trauerfamilie. Wir sprechen ihr unser herzlichstes Beileid aus», so Markus Wolf, Geschäftsführer von Swiss-Ski. Der gesamte Verband trauere um den jungen Skirennfahrer.

In Schluein abgestürzt

Wie die Kantonspolizei Graubünden auf Anfrage von «CH Media» bestätigt, ereignete sich das Unglück am Sonntagvormittag im bündnerischen Schluein. Gian-Luca Barandun sei kurz vor 11 Uhr von Ladir nach Schluein auf einem Schulungsflug unterwegs gewesen. Auf dem Anflug zum unweit entfernten, offiziellen Landeplatz habe er Steilspiralen (akrobatische Flugfigur im Gleitschirmfliegen) ausgeführt.

«Dabei geriet er zu tief und stürzte auf das Wiesland», so die Kantonspolizei. Barandun verletzte sich beim Aufprall so schwer, dass er noch auf der Unfallstelle verstarb. «Zurzeit laufen die Untersuchungen», sagt Roman Rüegg, Mediensprecher der Kantonspolizei Graubünden. Mehr könne er zurzeit nicht sagen.

Rang 9 im Weltcup

Barandun gehörte dem A-Kader an und war in den Speed-Disziplinen einer der Hoffnungsträger. Er absolvierte 17 Rennen im Weltcup. Im vergangenen Dezember erreichte er in der Kombination in Bormio mit Rang 9 sein bestes Resultat. Zwei Wochen danach wurde er in der Lauberhorn-Abfahrt Fünfzehnter.

Der Bündner war ein besonnener und zurückhaltender Mensch, dessen Lebenseinstellung von einem schweren Schicksalsschlag in der Familie mitgeprägt war. Er war noch im Kindesalter, als sein Vater starb.