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Schweizer desaströs - Svindal ist Weltmeister

Keine WM-Medaille für die Schweiz in der Super-Kombination der Männer: Silvan Zurbriggen und Beat Feuz fädeln im Slalom ein und vergeben so ihre Chancen auf einen Podestplatz.

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 Silvan Zurbriggen zeigte eine ansprechende Fahrt: Rang 6.
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 Beat Feuz liegt nach der Abfahrt auf Rang 2.
 Der Fanclub von Silvan Zurbriggen jubelt im Zielraum.
Superkombination in Garmisch-Partenkirchen

Silvan Zurbriggen zeigte eine ansprechende Fahrt: Rang 6.

Aksel Lund Svindal verteidigte seinen Titel souverän. Der Norweger setzte sich vor den beiden Südtirolern Christof Innerhofer und Peter Fill durch. Innerhofer komplettierte nach Gold im Super-G und Bronze in der Abfahrt seinen Medaillensatz.

Die WM in Garmisch-Partenkirchen steht für das Schweizer Team weiterhin unter keinem günstigen Stern. Die grösste der verbliebenen Medaillenhoffnungen erfüllte sich nicht. Am Ende tauchte die Schweiz in der Super-Kombination der Männer nicht einmal im Klassement auf - im Gegensatz etwa zu Bosnien, Kasachstan, Polen oder Andorra. Nach den Forfaits von Carlo Janka und Sandro Viletta standen nur zwei Schweizer am Start. Diese kämpften immerhin bis zuletzt um die Medaillen - bis zu ihren Ausfällen am Gudiberg, dem steilen Slalom-Hang.

Für Silvan Zurbriggen schien trotz einer suboptimalen Leistung in der Abfahrt und dem 6. Zwischenrang alles möglich. Doch der Olympia-Dritte konnte seine Zurückhaltung im Slalom nicht abstreifen, büsste bis zur zweiten Zwischenzeit die Hälfte seiner Reserve auf den zu diesem Zeitpunkt führenden Benjamin Raich (am Ende Vierter) ein und fädelte wenig später ein. "Für mich ist eine kleine Welt zusammengebrochen", sagte Zurbriggen im Fernsehinterview. Er musste wie schon vor zwei Jahren in Val d'Isère, wo er das Podest um die Minimaldifferenz von 0,01 Sekunden verpasst hatte, mit einer bitteren Enttäuschung fertig werden. Bronze wäre für Zurbriggen noch dringelegen.

Nach dem Ausfall des grössten Schweizer Trumpfs galt das auch für Beat Feuz. Der Emmentaler hatte als Zweiter in der Abfahrt geglänzt und überzeugte auch im Slalom. Beinahe hätte er die Kohlen für das Swiss-Ski-Team noch aus dem Feuer geholt. Doch auch Feuz wurde von einem Einfädler gestoppt. 0,15 Sekunden lag er bei der zweiten Zwischenzeit noch vor Christof Innerhofer. Die grosse Enttäuschung wird bei Feuz aber schon bald der Erkenntnis weichen, dass er sich an diesen Weltmeisterschaften endgültig in der Weltspitze etabliert hat. Nach seiner Verletzungsserie ist der dreifache Junioren-Weltmeister endgültig wieder auf Kurs.

Aksel Lund Svindal holte sich seinen bereits vierten WM-Titel, den zweiten in der Super-Kombination nach 2009. Der 28-jährige Norweger fuhr in der Abfahrt vor Beat Feuz Bestzeit. In der Spezialabfahrt gehörte Svindal noch zu den vielen Sturzopfern im Zielraum, weshalb er das Stadion ziemlich "groggy" verlassen hatte. Zwei Tage später präsentierte sich der Freund von Julia Mancuso in alter Frische. Eindrücklich war insbesondere, wie souverän Svindal seinen Vorsprung im Stangenwald verteidigte.

Selbstverständlich war das nicht. Denn Peter Fill und vor allem Christof Innerhofer, der weniger als sieben Zehntel auf Benjamin Raich einbüsste, hatten mit starken Slalom-Leistungen vorgelegt und nicht zum ersten Mal bewiesen, dass sie auch mit den kürzesten Ski bestens zurechtkommen. Mit einem kompletten Medaillensatz ist Innerhofer bis jetzt die grosse Figur dieser WM. Fill gewann seine zweite WM-Medaille, nachdem er in Val d'Isère hinter Didier Cuche Zweiter im Super-G geworden war. Dieser Didier Cuche ist nach sechs von elf WM-Rennen immer noch der einzige Schweizer Medaillengewinner in Garmisch-Partenkirchen.

Garmisch-Partenkirchen (De). WM-Super-Kombination der Männer: 1. Aksel Lund Svindal (No) 2:54,51. 2. Christof Innerhofer (It) 1,01 zurück. 3. Peter Fill (It) 1,90. 4. Benjamin Raich (Ö) 2,17. 5. Ondrej Bank (Tsch) 2,39. 6. Paolo Pangrazzi (It) 2,84. 7. Lars Elton Myhre (No) 2,99. 8. Natko Zrncic-Dim (Kro) 3,20. 9. Andreas Romar (Fi) 3,54. 10. Kjetil Jansrud (No) 3,91. 11. Georgi Georgjev (Bul) 4,35. 12. Joachim Puchner (Ö) 4,45. 13. Björn Sieber (Ö) 4,93. 14. Mirko Deflorian (Mol) und Tim Jitloff (USA) 5,78. 16. Ferran Terra (Sp) 6,50. 17. Martin Vrablik (Tsch) 6,97. 18. Tin Siroki (Kro) 7,01. 19. Jaroslav Babusiak (Slk) 7,79. 20. Juri Daniloschkin (WRuss) 7,86. - Ausgeschieden. Im Slalom: Silvan Zurbriggen (Sz), Beat Feuz (Sz), Ted Ligety (USA), Bode Miller (USA), Dominik Paris (It). - In der Abfahrt: Hans Olsson (Sd), Romed Baumann (Ö). (si)

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