Weder die Japanerinnen (Skip Satsuki Fujisawa) noch die Italienerinnen um Diana Gaspari, die EM-Zweite von 2006, gehören in Lettlands Hauptstadt zum engeren Favoritenkreis. Beide können jedoch den nach Papierform stärkeren Teams jederzeit gefährlich werden.

Sandra Gantenbein, Esther Neuenschwander, Marlene Albrecht und Silvana Tirinzoni vom CC Aarau wurden denn auch beide Siege nicht geschenkt. Gegen Japan benötigten sie im 10. End ein Zweierhaus, um ein Zusatz-End ohne den Vorteil des letzten Steins zu vermeiden. Diesen Zweier schafften sie.

Im Match gegen Italien liessen sich die Aarauerinnen bereits im 1. End ein Dreierhaus «stehlen». Nach fünf Ends führten die Italienerinnen noch 3:1 und hatten den Vorteil des letzten Steins, bevor sich die Schweizer Meisterinnen in der zweiten Spielhälfte acht Steine (davon sieben «gestohlene»!) notieren liessen.