Die Lettinnen um den erfahrenen Skip Iveta Stasa-Sarsune hatten zuvor einzig gegen die noch sieglosen Däninnen gewonnen. Den EM-Zweiten Melanie Barbezat, Esther Neuenschwander, Silvana Tirinzoni und Alina Pätz vom CC Aarau machten sie jedoch das Leben schwer. Früh im Match stahlen sie in zwei Ends in Folge je einen Stein zur zeitweiligen 3:1-Führung.

In der zweiten Hälfte schlugen die Schweizerinnen auf die gleiche Weise - mit gestohlenen Punkten - zurück. Den Vorteil einer 4:3-Führung nach acht Ends gaben sie aus der Hand, aber mit einem spektakulären Viererhaus im 10. End machten sie alles mehr als wett.

Die Schweizerinnen bringen es bislang lediglich auf eine Bilanz von 3:3 Siegen, obwohl sie in der zweiten Hälfte der Round Robin auf die auf dem Papier stärkeren Gegnerinnen treffen werden als in den ersten sechs Runden. Trotz des harzigen Turnierverlaufs ist für die Schweizerinnen indessen noch längst nichts verloren - zumal nach dem vor einem Jahr eingeführten WM-Modus sechs der 13 Teams in die Viertelfinals oder direkt in die Halbfinals gelangen.

Im Match vom Dienstagvormittag hatten die Schweizerinnen gegen Südkorea eine 5:6-Niederlage bezogen. Die von der WM-Debütantin Kim Min-Ji angeführten Südkoreanerinnen waren von Beginn an überlegen. Als die Schweizerinnen im 5. End ihren ersten Punkt notierten, hatten die Asiatinnen schon in zwei Ends je einen Punkt gestohlen. Auch in der zweiten Spielhälfte lagen die Schweizerinnen permanent in Rückstand.