Der 21-jährige Schwyzer etablierte sich mit seinem Anschieber Sandro Michel mitten in der Weltspitze. Vogt, der erst in dieser Saison im Weltcup debütiert hatte, verpasste das Podest lediglich um 28 Hundertstel.

Vogt profitierte im ersten Lauf von einer hohen Startnummer und lag bei Halbzeit auf dem unerwarteten 4. Rang. Bei seiner zweiten Fahrt bewies der Schweizer Junior Nervenstärke und verteidigte seine Klassierung dank der fünftbesten Laufzeit. Nach den Rängen 18, 17, 15 und 12 schaffte es Vogt mit dem Zweierbob erstmals seit seinem Weltcup-Debüt Anfang Dezember in Sigulda in die Top 10.

Der zweite Schweizer Schlitten mit dem Zuger Steuermann Timo Rohner und Anschieber Adrian Fässler schaffte den Sprung in den zweiten Lauf und verpasste als 18. sein bestes Weltcup-Resultat um einen Rang. Für den Sohn des ehemaligen Olympia- und WM-Medaillengewinners Marcel Rohner war es sogar erst der dritte Einsatz im Weltcup.

Auf Seriensieger Francesco Friedrich verlor Vogt 79 Hundertstel. Der Doppel-Olympiasieger sicherte sich im sechsten Weltcuprennen des Winters den sechsten Sieg. Der Deutsche setzte sich in Abwesenheit des kanadischen Ex-aequo-Olympiasiegers Justin Kripps deutlich vor seinem Landsmann Johannes Lochner und dem Letten Oskars Kibermanis durch.

Nach der letzten Europa-Station in St. Moritz macht der Weltcup zwei Wochenenden Pause, bevor er nach Nordamerika zieht. Am 15. und 16. Februar steht in Lake Placid der siebte und vorletzte Weltcup der Saison im Kalender. Die WM findet Anfang März auf der Olympiabahn von 2010 in Whistler statt.

Keine Spitzenplätze für Schweizer Frauen

Bei den Frauen konnte Martina Fontanive ihren starken 5. Platz vom letzten Jahr nicht wiederholen. Die Zürcherin, die derzeit mit Materialproblemen kämpft, musste sich mit ihrer Anschieberin Irina Strebel mit dem 9. Rang unter zwölf Starterinnen begnügen. Direkt hinter Fontanive klassierten sich bei ihrer Weltcup-Premiere die Rebsamen-Zwillinge Eveline und Rahel.

Der Sieg ging an die zweifache Weltmeisterin Elana Meyers Taylor, die die beiden deutschen Schlitten mit Stephanie Schneider und Olympiasiegerin Mariama Jamanka deutlich distanzierte. Für die Amerikanerin war es der erste Saisonsieg.