Nichts wars mit einem einheimischen Exploit im ersten von aufeinander folgenden zwei Weltcup-Veranstaltungen auf Schweizer Boden. Bei den Männern wurden Tim Watter (44.) und Ruben Arnold (47.) fast zuhinterst in der Rangliste der 48 Finalisten geführt. Der junge Zürcher Watter konnte immerhin für sich beanspruchen, in seinem ersten und einzigen Lauf im Achtelfinal auf Angriff gefahren zu sein.

Selbiges liess sich von Emilie Aubry und Simona Meiler nicht behaupten. Die routiniertesten Schweizerinnen fuhren der Konkurrenz im gleichen Viertelfinal-Run regelrecht hinterher. Sie klassierten sich in den Rängen 18 und 19 und lieferten damit gewissermassen ein Spiegelbild der kompletten Saison ab. Ausreisser nach oben waren in diesem Winter sehr selten. Die Chance auf Wiedergutmachung bietet sich am kommenden Wochenende in Veysonnaz.

Einziger Lichtblick war Sandra Gerber. Die bald 28-jährige Emmentalerin hat in ihrer ersten Weltcup-Saison den Ruf einer Kämpferin mehrfach untermauert. Was ihr bislang fehlt, ist ein Erfolgserlebnis, was in ihrem Fall das Überstehen der ersten Runde wäre. In Arosa befand sie sich auf gutem Weg, dies erstmals zu schaffen. Just als sie zum Überholen der tschechischen Juniorenweltmeisterin Eva Samkova ansetzte, touchierte diese Gerbers Brett und brachte sie zu Fall. Rang 22 war ein gar dürftiger Lohn für die Bemühungen der Bernerin.

Die Siege gingen an die jeweiligen Weltcupleader. Der australische Weltmeister Alex Pullin triumphierte erstmals in diesem Winter, bei den Frauen kam die Kanadierin Dominique Maltais auf überlegene Weise zum dritten Erfolg im fünften Saisonrennen.

Arosa. FIS-Weltcup. Snowboardcross. Finals. Männer (Top 48): 1. Alex Pullin (Au). 2. Nate Holland (USA). 3. Lucas Eguibar (Sp). 4. Emanuel Perathoner (It). 5. Tommaso Leoni (It). 6. Omar Visintin (It). Ferner die Schweizer: 44. Tim Watter. 47. Ruben Arnold. - WC-Stand (5/7): 1. Pullin 3550. 2. Markus Schairer (Ö) 2400. 3. Visintin 2280. Ferner: 19. Watter 681. 43. Marvin James 200. 57. Arnold 65.

Frauen (Top 24): 1. Dominique Maltais (Ka). 2. Michela Moioli (It). 3. Maelle Ricker (Ka). 4. Alexandra Jekova (Bul). 5. Nelly Moënne Loccoz (Fr). 6. Yuka Fujimori (Jap). Ferner: 18. Simona Meiler. 19. Emilie Aubry. 22. Sandra Gerber. - WC-Stand (5/7): 1. Maltais 4000. 2. Moënne Loccoz 2710. 3. Moioli 2270.