Nach acht von zehn Entscheidungen hat der Swiss-Ski-Nachwuchs schon neun Medaillen gesammelt. Damit ist der Rekord von der vorletzten Heim-WM 1996 auf dem Hoch-Ybrig bereits vor den abschliessenden Super-G am Freitag und Samstag um eine Einheit übertroffen. Die hoch überlegene Wendy Holdener, Andrea Thürler und Joana Hählen feierten in der Kombination aus Slalom, Riesenslalom und Abfahrt einen dreifachen Erfolg, Reto Schmidiger und Justin Murisier einen doppelten.

Im Slalom verpasste Holdener das Podest als Vierte nur knapp. Mit Gold in der Kombination, Silber in der Abfahrt und Bronze im Riesenslalom ist die 17-jährige Schwyzerin die erfolgreichste Medaillenjägerin an diesen Titelkämpfen. Schon am Freitag wird sie in Zwiesel zum Weltcup-Slalom antreten.

In der Abfahrt der Junioren ging die Rechnung nur in Bezug auf die Kombination auf. Reto Schmidiger entschied die Wertung vor Justin Murisier für sich. Der Nidwaldner ist damit der dritte Schweizer nach Daniel Albrecht und Beat Feuz, der sich dreifacher Junioren-Weltmeister nennen darf. Und Schmidiger ist auch im nächsten Winter noch Junior.

Justin Murisier vergab den möglichen Abfahrts-Titel mit einem grossen Fehler im oberen Teil. Kombi-Silber war für den Unterwalliser ein schwacher Trost. Reto Schmidiger war nur unwesentlich langsamer als Murisier, womit er seinen Vorsprung souverän wahren konnte. Abfahrts-Gold holte sich der Slowene Bostjan Kline, Nils Mani im 6. Rang und Ralph Weber im 9. Rang waren die besten Schweizer.