Seit den Olympischen Spielen 2010 hatte sich Lüdi immer wieder mit Verletzungsproblemen herumgeplagt. Die letzte Saison verpasste sie wegen einer schweren Beinverletzung sogar komplett. In ihrem Comeback-Winter zeigt die 25-jährige Oberaargauerin nun eine Topleistung nach der anderen. Im Final war Lüdi, die in der Qualifikation einen Stock verloren hatte und auch im ersten K.o.-Lauf nur mit Glück weiterkam, dann eine Klasse für sich. Sie liess bei strahlendem Wetter den Kanadierinnen Marielle Thompson und Kelsey Serwa und der Österreicherin Andrea Limbacher in der Endausmarchung keine Chance.

Mit ihrem ersten Weltcupsieg übernahm Lüdi, die in den Rennen zuvor zwei Mal den zweiten und einmal den neunten Rang belegt hatte, gleichzeitig das rote Trikot als Leaderin der Disziplinenwertung. Der Triumph im Gesamtweltcup ist das erklärte Saisonziel der finnisch-schweizerischen Doppelbürgerin.

Weniger erfolgreich fuhren die Schweizer Männer. Der Bündner Conradign Netzer wurde nach dem Gewinn des kleinen Finals Fünfter, der zweifache Top-3-Fahrer Alex Fiva musste sich mit Rang 18 begnügen.