Nach Aïta Camastral, Rabea Grand und Aline Bonjour verabschiedet sich mit Sandra Gini innert weniger Monate schon die vierte Vertreterin einer erfolglosen Generation von Schweizer Technikerinnen. Sandra Gini, die ihr Weltcup-Debüt am 5. Januar 2002 in Maribor gab, schaffte es auf oberster Stufe nie aufs Podium. Ihre beste Klassierung im Weltcup erreichte die Bündnerin im Januar 2008 ebenfalls in Slowenien, mit Platz 6 im Slalom. Bei 53 Weltcup-Starts klassierte sie sich fünfmal in den ersten zehn (immer im Slalom). In diesem Winter verpasste Gini bei sechs Versuchen jeweils die Qualifikation für den zweiten Durchgang der besten 30.

Seit sie sich im Juli und November 2009 zweimal schwer verletzte (Bruch des Schienbein-Plateaus, Kreuzbandriss) und deswegen die (Olympia-)Saison verpasste, schaffte es die Schwester von Marc Gini nicht mehr, sich auf ihr altes Niveau zurückkämpfen.