Skispringen
Rund 600 Meter wären theoretisch möglich

Wie weit kann ein Skiflieger unter optimalen Voraussetzungen fliegen? Oder ist die Fliegstrecke unbegrenzt es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Springer kilometerweit fliegen?

Raphael Biermayr
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Enorme Kräfte am Werk: Severin Freund landet am Kulm.

Enorme Kräfte am Werk: Severin Freund landet am Kulm.

KEYSTONE

Die Skispringer massen sich vor Wochenfrist auf der Kulm-Schanze in Österreich. Sie weist nach ihrem Umbau nun eine vergleichbare Grösse auf wie die bisher grösste Flugschanze der Welt im norwegischen Vikersund. Die dort aufgestellte Rekordmarke von 246,5 m, erreicht vom Norweger Johan Remen Evensen vor rund vier Jahren, wurde dabei verpasst.

Der neue Schanzenrekord von Severin Freund (De) aus dem Training liegt bei 237,5 m. Bis zum nächsten Angriff auf die Bestmarke wird es nicht lange dauern, die Schanzenbauer befinden sich diesbezüglich in einem ewigen Wettbewerb. Bereits im März wird im slowenischen Planica die umgebaute Letalnica-Anlage eingeweiht.

Der grösste Feind der Skispringer

Doch geht es tatsächlich weiter, immer weiter? Mit Superkräften wahrscheinlich schon – aber wer hat die schon? Wir halten uns deshalb bei der Berechnung an nachweislich Menschenmögliches und an eine Anlage, die aus verschiedenen Komponenten bestehender Schanzen zusammengestellt ist. Nicht einberechnet sind natürlich gesundheitliche Risiken bei der Landung, darüber hinaus werden topografische Grenzen und der Wind nicht berücksichtigt.

Das Ergebnis: Würde ein Skiflieger mit der Speedski-Weltrekord-Geschwindigkeit von 250 Kilometern pro Stunde vom Schanzentisch abheben, könnte er rund 600 Meter weit fliegen. Um die Kilometergrenze zu knacken, müsste er im Vakuum springen – der Luftwiderstand ist und bleibt wohl auch immer der grösste Gegner von exorbitanten Bestweiten.