Der 33-jährige Österreicher bedauert, dass ihm der Olympiatraum verwehrt geblieben ist. Er werde die Olympia-Abfahrt wohl mit "weinenden Augen" verfolgen. Doch das sei "zu akzeptieren. Einfach weil ich erstmals seit sechs Monaten ohne Schmerzen dasitzen kann." Reichelt stellte klar, dass die Gesundheit vorgehe: "Es gibt ein Leben nach dem Skifahren."

Die Rückenprobleme hatten ihn schon seit dem Sommer geplagt. Über das Wochenende in Kitzbühel traten dann gar Taubheit und Lähmung in den Beinen auf. Am Montag wurde mittels MRI ein akuter Bandscheibenvorfall diagnostiziert und Reichelt wurde umgehend ein im zentralen Nervenkanal freiliegendes, daumennagelgrosses Knorpelstück operativ entfernt. "Mir geht es den Umständen aber entsprechend gut", versicherte Reichelt am Freitag in Innsbruck an einer Pressekonferenz. Der Sportler darf inzwischen wieder aufstehen und sitzen, aber nie länger als zehn Minuten.

An ein Karriereende habe er weder vor noch nach der Operation gedacht. "Als ich davon in den Medien gelesen habe, habe ich mir gesagt, die werden sich noch wundern", so Reichelt. Sein Hauptziel ist nun die nächste Saison. Allenfalls will Reichelt aber schon beim Weltcup-Finale in Lenzerheide wieder starten. Aus medizinischer Sicht ist bei optimalem Heilungsverlauf ein Start Mitte März möglich.