"Es rüttelte ziemlich stark. Aber ich fühlte mich recht gut. Ich bin sehr zufrieden", befand Vorjahressieger Feuz nach seiner ersten offiziellen Trainingsfahrt des Weltcup-Winters. Dass sich der 31-jährige Gewinner der letzten Abfahrts-Kristallkugel im ersten Testlauf für seine Verhältnisse weit vorne einreihte, kann auch als gutes Zeichen für das Befinden seines Problemknies gewertet werden. Dem Knie gehe es gut, bestätigte Feuz. "Bleibt es so, darf ich nicht jammern. Es gibt wohl unter den 83 Fahrern, die hier am Start sind, keinen, dem nicht etwas weh tut."

Obwohl Feuz im Mittelteil bewusst Tempo rausnahm, hielt sich der Rückstand auf die Bestzeit des Italieners Christof Innerhofer mit 0,85 Sekunden in Grenzen. Mit Patrick Küng (10.), Mauro Caviezel (12.) und Marc Gisin (14.) klassierten sich drei weitere Schweizer in den ersten 15. Rückkehrer Niels Hintermann folgte an 17. Stelle.

Auf den Rängen 2 und 3 reihten sich die Österreicher Matthias Mayer und Otmar Striedinger ein. Praktisch gleich schnell wie Feuz war Aksel Svindal, der in Lake Louise dank einer Handschiene trotz eines Bänderrisses im Daumen antreten kann.

Schien- und Wadenbeinbruch bei Osborne-Paradis?

Unerfreulich begann die Saison für Manuel Osborne-Paradis. Der Kanadier musste nach einem Sturz mit dem Helikopter abtransportiert werden. Es besteht der Verdacht auf einen Schien- und Wadenbeinbruch.

Am Donnerstag und Freitag bestreiten die Speed-Männer zwei weitere Trainings. Nach der Abfahrt am Samstag (Start um 20.15 Uhr Schweizer Zeit) folgt am Sonntag ein Super-G (20.00 Uhr).