Vor allem Peier überzeugte wie bereits in allen Trainings mit einem Sprung auf 127,5 m. Er hat auf der Bergisel-Schanze in Innsbruck im Rahmen der Vierschanzentournee Anfang Januar als Siebter sein Bestresultat im Weltcup aufgestellt. Diese Woche war der 23-jährige Waadtländer bei vier Sprüngen immer unter den ersten drei. Er darf am Samstag mit einem Topergebnis rechnen, im Idealfall kann Peier sogar im Kampf um eine Medaille mitreden.

"Wahnsinnig gut", kommentierte der Romand seinen Auftritt. "Es macht einfach Spass, so weit zu springen mit so schönen Landungen." Von gestiegenem Druck wollte er nichts wissen. "Ich versuche, cool zu bleiben und meine Sprünge abzurufen." Besser als Peier waren am Freitag in der Qualifikation nur die beiden Deutschen Markus Eisenbichler (128,5 m) und Karl Geiger (131 m). Sie sprangen allerdings wie der viertplatzierte Topfavorit Ryoyu Kobayashi aus Japan (126 m) eine Luke tiefer ab als der Schweizer.

Der vierfache Olympiasieger Simon Ammann zeigte mit 121 m einen soliden Sprung. "Meine Position ist noch nicht ganz sauber", meinte der 37-jährige Toggenburger selbstkritisch. "Aber es geht vorwärts. Teammässig siehts ja gut aus, da lasse ich mich anstecken."

Am Samstag wird auf der Bergisel-Schanze ab 14.30 Uhr um die Medaillen gesprungen.