Eiskunstlauf

Paganini patzt - Osmond triumphiert überraschend

Kanada strahlt: Kaetlyn Osmond gewinnt überraschend Gold bei den Frauen

Kanada strahlt: Kaetlyn Osmond gewinnt überraschend Gold bei den Frauen

Für Alexia Paganini endet die erste Saison bei den Erwachsenen mit einer Enttäuschung. Nach einer verpatzten Kür landet die 16-jährige Schweizerin an den Eiskunstlauf-WM in Mailand im 20. Rang.

Paganini blieb in der Kür zur Musik von "The Phantom of the Opera" deutlich unter ihren Möglichkeiten, verpasste mit 149,66 Punkten ihre im Januar an den Europameisterschaften in Moskau erzielte Bestleistung um 11,96 Punkte. Am Mittwoch hatte sie im Kurzprogramm noch eine persönliche Bestmarke aufgestellt.

Paganini erlebte quasi ein Déjà-vu der Winterspiele in Pyeongchang. Auch damals war sie im ersten Wettkampfteil 19. gewesen und hatte danach die Kür mit der Startnummer 1 in Angriff nehmen müssen. Zeigte sie in Südkorea noch eine ordentliche Leistung, ging diesmal einiges schief. Paganini, eigentliche eine solide Springerin, stürzte gleich bei ihren ersten beiden Sprüngen - dem Dreifach-Lutz und dem Dreifach-Flip. Der zweite Dreifach-Rittberger war zudem unterrotiert.

Obwohl Paganini, die in den USA lebt und trainiert, in Mailand ihr Potenzial nicht ausschöpfte, kann sie mit der ersten Saison, in der sie für die Schweiz startet, insgesamt zufrieden sein. Mit dem 7. Platz an den Europameisterschaften deutete sie an, dass mit ihr in Zukunft zu rechnen sein wird. An Ehrgeiz fehlt es ihr auf jeden Fall nicht.

Den Titel sicherte sich die kanadische Olympia-Dritte Kaetlyn Osmond (223,23 Punkte) vor den Japanerinnen Wakaba Higuchi (210,90) und Satoko Miyahara (210,04). Für Higuchi war es die erste WM-Medaille.

Wer nach dem Kurzprogramm auf dieses Podest getippt hätte, wäre wohl für verrückt erklärt worden. Überraschend war vor allem, dass die russische Olympiasiegerin Alina Sagitowa vom 2. auf den 5. Platz zurückfiel. Die 15-Jährige war in dieser Saison noch ungeschlagen gewesen. Ausserdem flatterten bei Carolina Kostner (4.), welche die Kür als Erste in Angriff genommen hatte, die Nerven.

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