Sotschi
Nachmessung hat ergeben: Olympische Biathlon-Strecke ist 40 Meter zu kurz

Einen Tag vor dem ersten Biathlon-Wettkampf hat der Parcours noch eine Änderung erfahren. Der Grund: Eine Nachmessung hatte ergeben, dass die Strecke rund 40 Meter zu kurz war.

Simon Steiner
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Der sechsfache Olympiasieger Ole Einar Björndalen trainiert auf der olympischen Biathlon-Strecke.

Der sechsfache Olympiasieger Ole Einar Björndalen trainiert auf der olympischen Biathlon-Strecke.

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Aufgefallen war der Fehler dem norwegischen Team: Den Athleten war die 2,5-km-Runde im Training kürzer vorgekommen. Eine Nachmessung durch die Verantwortlichen der Internationalen Biathlon-Union (IBU) ergab daraufhin eine Abweichung von rund 40 Metern. Die Korrektur erfolgte am Freitag, indem die Streckenarbeiter dem Parcours kurzerhand ein Stück ansetzten – gerade noch rechtzeitig zum Start des 10-km-Männersprints vom Samstag.

Im Weltcup müssen die Strecken jeweils spätestens vier Tage vor dem Wettkampf kontrolliert werden, doch die IOC-Regeln sind anders, um den Veranstaltern noch kurzfristige Anpassungen zu erlauben. «Das war sehr kurzfristig, aber es waren sich alle einig, dass eine Korrektur das Richtige ist», sagte Max Cobb, Technischer Delegierter für den Olympia-Biathlon.

In der vergangenen Saison hatte im olympischen Stadion «Laura» bereits Weltcuprennen stattgefunden. Seither haben die Strecken jedoch einige Änderungen erfahren. Bei den Männern wurde inbesondere einige Kurven entschärft, bei den Frauen zusätzlich ein steiler Aufstieg gestrichen. Die Athleten werden auf dem steigungsreichen Parcours allerdings noch immer stark gefordert sein. Das erste Frauenrennen ist der 7,5-km-Sprint vom Sonntag – mit der Schweizerin Selina Gasparin als Medaillenkandidatin.