Mauro Caviezel tat seine Meinung nach seinem 4. Rang in der Weltcup-Kombination in Bormio kund. Beim Bündner war die Enttäuschung über den knapp verpassten zweiten Podestplatz im Weltcup nach dem 3. Rang im vergangenen März beim Finale in Aspen, Colorado, spürbar.

Mauro Caviezel, Platz vier, Podium knapp verpasst. Wir beurteilen Sie Ihre Leistungen in den beiden Wettkampf-Teilen Abfahrt und Slalom.

"Im Grossen und Ganzen bin ich zufrieden. Ich war ja hier das erste Mal auf der Abfahrt. Aber ich war nicht fehlerfrei. Im Slalom wäre noch mehr möglich gewesen. Ich kann das besser. Da habe ich sicher den Podestplatz vergeben."

Viele Abfahrer hatten nach der Besichtigung gesagt, dass es nicht ganz fair sei, die Abfahrt zu verkürzen und demgegenüber einen so langen Slalom-Lauf auszuflaggen.

"Bei der Besichtigung habe das ähnlich gesehen. Da kam natürlich auch mein Abfahrer-Herz zum Vorschein. Vom Gefühl her waren die Slalom-Fahrer im Vorteil. Aber ich denke, wir Abfahrer haben uns nicht so schlecht geschlagen."

Seit langer Zeit gibt es Diskussionen über die Berechtigung der Kombination im Weltcup-Kalender. Wie ist Ihre Meinung dazu?

"Aus sportlicher Sicht finde ich den Wettbewerb sehr interessant. Es ist ein komplexer Wettkampf mit zwei völlig verschiedenen Disziplinen. Allerdings geht es nicht, pro Saison nur zwei oder drei solchen Rennen zu haben. Entweder macht es FIS richtig mit fünf, sechs Wettkämpfen pro Winter - oder sie lässt es bleiben."

In Zukunft wird es mehr Parallelrennen geben, auch anstelle von Kombinationen. Wenn Sie wählen könnten, wofür würden Sie sich entscheiden?

"Ich wäre für die Kombination. Denn von den Parallelrennen bin ich bis jetzt nicht überzeugt. Doch ich zerbreche mir darüber nicht den Kopf, denn ändern kann ich ja eh nichts."