Die letzte Etappe über 10 km Skating mit Handicap-Start entwickelte sich zu einem packenden Rennen. Die zweifache Saisonsiegerin Justyna Kowalczyk wurde nach Rennhälfte zeitgleich von Björgen (25 Sekunden Rückstand) sowie Therese Johaug (No/44 Sekunden) und Charlotte Kalla (Sd/45 Sekunden) gestellt. In der Schlussschlaufe über 2,5 km verlor Kowalczyk unter dem Tempodiktat von Johaug den Anschluss. Der Polin behagt die klassische Technik mehr, was in den ersten zwei Etappen zu sehen war.

Im Trio mit Björgen, Charlotte und Johaug brachte auch der steile Schlussanstieg keine Vorentscheidung. Weder Federgewicht Johaug, das die Alpe Cermis jeweils mit Bestzeit erklimmt, noch die hervorragende Gleiterin Kalla liessen sich von Kraftpaket Björgen distanzieren. Auf der Zielgeraden setzte sich die dreifachen Olympiasiegerin und zwölffache Weltmeisterin allerdings souverän durch. Björgen gewann zum vierten Mal in Folge das "Ruka Triple".

Im 15-km-Rennen der Männer war das Feld geschlossener unterwegs. Am Ende setzte sich der Norweger Martin Johnsrud Sundby durch. Der Skandinavier hielt bei seinem dritten Weltcupsieg knapp die Russen Maxim Wylegschanin und Alexander Legkow auf Distanz. Der Vorjahressieger Petter Northug musste sich mit Rang 13 bescheiden.

Drei Schweizer schneller als Northug

Über einen gelungenen Auftritt durften sich die Schweizer Distanzläufer Toni Livers, Remo Fischer und Jonas Baumann freuen. Zwar gelang es ihnen knapp nicht, in der Endabrechnung der Minitour von den Rängen 67 bis 74 aus noch unter die besten 30 vorzustossen. Ihre Laufzeiten sorgten im Lager von Swiss-Ski jedoch für grosse Zufriedenheit. Livers (17.), Fischer (19.) und Baumann (24./erste Weltcup-Punkte) absolvierten die 3. Etappe, die vom 24-jährigen Amerikaner Noah Hoffman gewonnen wurde, allesamt schneller als der norwegischer Superstar Northug (26.). Alle drei haben mit ihren Rangierungen im Etappenklassement bereits die Hälfte der Selektionsvorgaben für die Olympischen Spiele (zweimal unter den ersten 25) erfüllt.