Kummer ist an den «Olympischen Spielen der Studenten» das Aushängeschild der Schweizer Delegation. Die 27-jährige Walliserin, die vor einem Jahr in Sotschi im Parallel-Riesenslalom brilliert und Olympia-Gold gewonnen hat, nimmt bereits zum dritten Mal an einer Universiade teil.

Im Gegensatz zu den Olympischen Spielen brachten der Psychologie-Studentin die Universiaden bisher kein Glück: 2011 in Erzurum (Tür) schied sie nach einem Sturz aus, vor zwei Jahren - zwei Monate vor ihrem Olympiasieg - musste sie in Trentino (It) mit Platz 4 Vorlieb nehmen.

Olympia-Erfahrung besitzen nebst Kummer auch Alpin-Kollegin Stefanie Müller (17. und 18. in Sotschi) und Snowboardcrosserin Simona Meiler (10.). Wieder mit dabei sind die Medaillengewinnerinnen von 2013, Margaux Givel (Ski alpin/Silber im Slalom) und Carla Somaini (Snowboard/Silber im Slopestyle). Eine (Bronze-)Medaille gewannen in Trentino auch die Schweizer Curlerinnen um Skip Michèle Jäggi.

Fehlende Bewilligungen in Granada

In einer veränderten Formation versucht die neu formierte Equipe, wieder auf das Podest zu steigen. Die Schweizer Mannschaft um Delegationsleiter Fredi Schneider setzte sich den Gewinn von fünf Medaillen und acht Diplomen zum Ziel. Aus Trentino war die Schweizer Delegation im Dezember 2013 mit acht Medaillen nach Hause gereist.

Universiaden, an denen nur an Hochschulen eingeschriebene Sportler teilnehmen dürfen, gelten als die zweitgrössten Multisportanlässe hinter den Olympischen Spielen. Bei der 27. Auflage der alle zwei Jahre stattfindenden Winter-Universiade werden 2500 Sportlerinnen und Sportler aus 40 Nationen erwartet. An 20 Wettkampftagen werden 157 Medaillensätze vergeben. Als Besonderheit wird die diesjährige Winter-Universiade «zweigeteilt».

Weil im Hauptaustragungsort Granada Bewilligungen für bauliche Anpassungen nicht erteilt worden sind, finden sämtliche nordischen Wettkämpfe vom 24. Januar bis 1. Februar in Strebske Pleso in der Slowakei statt. Danach reist der Tross weiter nach Spanien, wo vom 4. bis 14. Februar in der Sierra Nevada (Ski alpin, Snowboard) respektive in Granada (Curling, Eishockey, Eiskunstlauf, Shorttrack) die restlichen Wettkämpfe ausgetragen werden.

Das Schweizer Aufgebot für die 27. Winter-Universiade

Curling. Männer: Nicolas Desbaillets (Renens), Roger Gulka (Cologny), René Iseli (Gstaad), Daniel Schifferli (Bern), Kim-Lloyd Sciboz (Morges).
Frauen: Nora Baumann (Dübendorf), Michelle Gribi (Biel), Michèle Jäggi (Bern), Sina Wettstein (Grüningen), Janine Wyss (Bern).

Eiskunstlauf. Männer: Stéphane Walker (Sion). Ski alpin (9). Männer: Patrick Boner (Serneus), Sandro Boner (Serneus), Joel Müller (Zermatt), Cédric Noger (Wil), Noel von Grünigen (Schönried).
Frauen: Audrey Chaperon (Châtel-St-Denis), Martina Gebert (Wil), Margaux Givel (Cossonay), Manuela Kiener (Mollis).

Ski Freestyle. Männer: Alex Benz (Zürich), Theo Cheli (Arzier), Romain Détraz (Forel), Timothée Henzi (Crans-Montana), Cyrill Hunziker (Brienzwiler), Silvan Jäger (Chur), Timo Müller (Roggwil TG).
Frauen: Enya Beutler (Laax), Alisson Charmey (Cully), Zoé Chastan (Lenzerheide), Zoé Cheli (Arzier).

Langlauf. Männer: Arnaud du Pasquier (Pontresina), Reto Hammer (Zweisimmen), Janis Lindegger (Davos), Marcel Ott (Linthal), Philipp Spiess (Davos).
Frauen: Chantal Carlen (Reckingen), Tatjana Stiffler (Davos).

Snowboard. Männer: Dominic Beer (Wettingen), Kevin Klossner (Herrenschwanden), Giacomo Picasso (Pont), David van Wijnkoop (Paspels).
Frauen: Nicole Baumgartner (Uznach), Jessica Keiser (Oberdorf), Patrizia Kummer (Mühlebach), Simona Meiler (Flims), Stefanie Müller (Davos), Celia Petrig (Trachslau), Ramona Petrig (Trachslau), Deborah Pleisch (Davos), Stefanie Rieder (Matten b. Interlaken), Carla Somaini (Zürich).

Aufgebot Winter-Universiade