Peier verpasste nach Flügen auf 127,5 und 129 m seinen vierten Top-Ten-Platz in dem noch jungen Jahr 2019. Der 7. Rang, sein Karriere-Bestresultat von Innsbruck, wäre zu knacken gewesen.

Simon Ammann verwarf nach seinem Flug auf 115 m gleich die Hände Richtung Jury. Er war aus Luke 14 losgefahren, der Wettkampf hatte mit mehr Anlauf bei Gate 18 begonnen. Auch Andreas Schuler (42.) durfte nicht zum Finaldurchgang antreten.

Viele Spitzenspringer taten sich mit den wechselnden Verhältnissen schwer. Zum Leidwesen der zehntausenden von polnischen Fans verpasste auch Kamil Stoch den Finaldurchgang. Die Jury wählte am Sonntag die Anlauf-Geschwindigkeit wohl etwas zu vorsichtig, nachdem am Samstag im Teamspringen mehrere Athleten in die Nähe des Schanzenrekords geflogen waren. Diese Weitenjagd hatte zumindest den schweren Sturz des Deutschen David Siegel begünstigt.

Stefan Kraft beendete am Sonntag die seit seinem Erfolg am 26. März 2017 in Planica andauernde Sieglos-Serie der Österreicher im Weltcup. Der 25-jährige Weltmeister feierte in Zakopane seinen 13. Weltcupsieg, er distanzierte den Norweger Robert Johansson um 2,6 und den Japaner Yukiya Sato um 5,0 Punkte.

Bei Ryoyu Kobayashi ist die Leichtigkeit des Siegens verflogen. Wie bereits vergangenen Sonntag in Predazzo oder am Samstag im Teamspringen passten nicht mehr alle Puzzleteile zusammen. Nach dem 22. Zwischenrang steigerte sich er Japaner im Finaldurchgang mit der zweitbesten Leistung noch auf Platz 7.