Gegen die bislang haushoch überlegenen Schottinnen verloren die Schweizerinnen diesmal 3:10. Am Vortag hatte das Resultat zum Abschluss der Vorrunde 3:13 gelautet. Wiederum wollten die Schweizerinnen nach sieben Ends die Partie aufgeben. Die Hände waren bereits geschüttelt. Dann wies der Schiedsrichter die beiden Teams aber darauf hin, dass ab den Playoffs mindestens acht Ends gespielt werden müssen.

Nur der Beginn ins Spiel gelang den Schweizerinnen besser als am Vortag. Die Schottinnen schrieben in den ersten vier Ends, in denen sie dreimal über den Vorteil des letzten Steins besassen, lediglich drei Punkte. Zum Vergleich: Beim 13:3 in der Vorrunde schrieben die Schottinnen mit dem letzten Stein im Schnitt vier Punkte pro End. Beim Stand von 1:3 liessen sich die Schweizerinnen im fünften End aber ein Dreierhaus stehlen, weil der letzte Draw von Mirjam Ott zu lang geriet. Und im siebenten End schrieben die Schottinnen nochmals ein Viererhaus.

Damit verspielten beide Schweizer Teams die erste Chance auf den Finaleinzug und auf eine sichere Medaille. Die zweite Chance bietet sich am Freitagabend: Die Schweizerinnen treffen im Halbfinal auf Schweden; die Schweizer Männer bekommen es mit Dänemark zu tun. Die Schwedinnen (Margaretha Sigfridsson) siegten in ihrer Playoff-Partie gegen Dänemark 10:2.