Die Tränen fliessen, die Erleichterung ist riesig, während die Hand des überwältigten Olympiasiegers, Dario Cologna, ins Gesicht wandert und er sich Tränen wegwischt.

Sympathisch lässt Dario Cologna während der Zeremonie seinen Emotionen freien Lauf, so wie man es vom Bündner sonst nicht kennt.

Verständlich: Vor drei Monaten verletzt sich der Ausnahme-Langläufer im Training schwer. Beim Joggen rutscht der Bündner in Topform auf einer Eisplatte aus.

Als der Fuss wieder auf den Asphalt aufkommt, knickt Cologna um. Wenig später die harte Diagnose: Aussen-, Innen-, und Syndesmoseband im rechten Sprunggelenk sind gerissen.

«Ich wollte so schnell wie möglich zurück»

«Es ist schwierig, diese Goldmedaille zu fassen. Der Sieg bedeutet mir unheimlich viel, es ist alles sehr emotional», sagt Dario Cologna mit feuchten Augen in einem ersten Interview mit dem Schweizer Fernsehen, kurz nach seinem Sieg.

«Es war kein einfacher Winter für mich. Ich habe viel dafür gegeben, dass ich das erreiche, was ich heute geschafft habe», so Cologna weiter und analysiert: «Ich wollte so schnell wie möglich wieder zurückkommen. Die harte Arbeit in den letzten Wochen hat sich gelohnt. Dass gleich beim ersten Rennen alles aufgeht, hätte ich niemals erwartet.» (sha)