«Crazy» - verrückt! Nur so kann Dominique Gisin ihre Gedanken nach dem Olympia-Sieg in der Abfahrt in Worte fassen.

Verrückter hätte es tatsächlich nicht mehr kommen können. Auf die Hundertstel-Sekunde gleich auf lag sie am Schluss mit der Slowenin Tina Maze und teilt sich mit ihr die Goldmedaille. «Ich habe alles gemacht, was es braucht», sagt Gisin zum Schweizer Fernsehen SRF im Zielhang.

Angesprochen auf ihre zahlreichen Knieverletzungen, die sie in ihrer Karriere immer wieder arg zurückwarfen, sagt Gisin: «Wahrscheinlich brauchte es das, damit ich an diesem Tag hier bin, wo ich jetzt bin.»

Lara Gut enttäuscht

Aber nicht nur Gisin, sondern auch die anderen Schweizerinnen Lara Gut und Fabienne Suter lieferten ein hervorragendes Rennen. Lara Gut fuhr auf den Bronze-Platz.

Trotzdem: Im Interview kann die Tessinerin ihre Enttäuschung nicht verbergen. «Ja ich bin enttäuscht. Dies, weil ich bei der letzten Zwischenzeit das Rennen verbockt habe.»

Die Sonnebrille mochte sie dabei nicht abnehmen. Bei der Flower-Ceremony hingegen hatte sie ihr Lächeln wieder gefunden.

Bitter für Suter

Die mit der ersten Startnummer angetretene Fabienne Suter fuhr ebenfalls ein hervorragendes Rennen. Lange Zeit konnte sie sich an der Spitzenposition halten. Deswegen  wurmt sie auch der immernoch gute fünfte Schlussrang.

Ihre Interviewantworten blieben daher äusserst kurz. «Ich habe vor allem im oberen Teil keine Super-Fahrt gezeigt.»

Nach den sehr guten Resultaten im Training hatte sie sich mehr erhofft. «Aber ja, ist ja jetzt egal.», sagt sie fast etwas schnippisch und läuft davon.

Wir finden: Drei Schweizerinnen in den Top 5, Gold und Bronze: Das ist alleweil Weltklasse!

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