Ski alpin
Gisin nach Goldfahrt: «Das ist ja total crazy, das ist verrückt»

Olympiasiegerin Dominique Gisin beschreibt das Rennen als verrückt. Bronzemedaillen-Gewinnerin Lara Gut zeigte sich trotz ihres Erfolges enttäuscht. Und auch Fabienne Suter konnte ihren Frust über den knapp verpassten Podestplatz kaum verbergen.

Remo Hess
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Auf dem obersten Podest-Platz: Dominique Gisin, Olympiasiegerin Ski-Abfahrt.

Auf dem obersten Podest-Platz: Dominique Gisin, Olympiasiegerin Ski-Abfahrt.

Keystone

«Crazy» - verrückt! Nur so kann Dominique Gisin ihre Gedanken nach dem Olympia-Sieg in der Abfahrt in Worte fassen.

Verrückter hätte es tatsächlich nicht mehr kommen können. Auf die Hundertstel-Sekunde gleich auf lag sie am Schluss mit der Slowenin Tina Maze und teilt sich mit ihr die Goldmedaille. «Ich habe alles gemacht, was es braucht», sagt Gisin zum Schweizer Fernsehen SRF im Zielhang.

Angesprochen auf ihre zahlreichen Knieverletzungen, die sie in ihrer Karriere immer wieder arg zurückwarfen, sagt Gisin: «Wahrscheinlich brauchte es das, damit ich an diesem Tag hier bin, wo ich jetzt bin.»

Dominique Gisin gewinnt Gold in der Abfahrt - Bronze geht an Lara Gut
14 Bilder
Mit dem Siegerstrauss: Dominique Gisin.
Doppelspitze mit Tina Maze, Slowenien und Dominique Gisin. Bronze: Lara Gut (von rechts)
Sie kann es kaum fassen Dominique Gisin
Gisin gab Gas und wurde dafür belohnt
Tina Maze ist zeitgleich mit Gisin auf dem höchsten Podiums-Treppchen Ein Kuss für die viel kritisierte Strecke in Sotschi
Die zeitgleichen Siegerinnen unter sich Dominique Gisin und Tina Maze
Lara Gut wird Dritte
Fabienne Suter wird starke Fünfte
Tina Maze schreit die Erlösung in Sotschi in den Himmel
Gisin kann vor Freude kaum mehr stehen

Dominique Gisin gewinnt Gold in der Abfahrt - Bronze geht an Lara Gut

Keystone

Lara Gut enttäuscht

Aber nicht nur Gisin, sondern auch die anderen Schweizerinnen Lara Gut und Fabienne Suter lieferten ein hervorragendes Rennen. Lara Gut fuhr auf den Bronze-Platz.

Trotzdem: Im Interview kann die Tessinerin ihre Enttäuschung nicht verbergen. «Ja ich bin enttäuscht. Dies, weil ich bei der letzten Zwischenzeit das Rennen verbockt habe.»

Die Sonnebrille mochte sie dabei nicht abnehmen. Bei der Flower-Ceremony hingegen hatte sie ihr Lächeln wieder gefunden.

Bitter für Suter

Die mit der ersten Startnummer angetretene Fabienne Suter fuhr ebenfalls ein hervorragendes Rennen. Lange Zeit konnte sie sich an der Spitzenposition halten. Deswegen wurmt sie auch der immernoch gute fünfte Schlussrang.

Ihre Interviewantworten blieben daher äusserst kurz. «Ich habe vor allem im oberen Teil keine Super-Fahrt gezeigt.»

Nach den sehr guten Resultaten im Training hatte sie sich mehr erhofft. «Aber ja, ist ja jetzt egal.», sagt sie fast etwas schnippisch und läuft davon.

Wir finden: Drei Schweizerinnen in den Top 5, Gold und Bronze: Das ist alleweil Weltklasse!