Dramatischer hätte die Saison nicht enden können. Beim Finale in La Plagne erreichten sowohl Marielle Thompson wie Fanny Smith den Final. Die Kanadier wies aus den ersten zehn Rennen der Saison fünf Punkte Vorsprung auf. Wer im Final das Ziel zuerst erreichte, holte den Gesamtweltcup. In diesem grossen Finale erwischte Fanny Smith den besseren Start. Sie führte und schien auf dem Weg zum Sieg. Doch dann holte sich die gleichaltrige Kanadierin mit einem spektakulären Überholmanöver sowohl den Sieg im letzten Rennen wie die Kristallkugel.

Der zweite Platz von Fanny Smith blieb das einzige Schweizer Spitzenergebnis in La Plagne. Bei den Frauen verpasste Sanna Lüdi (9.) die Qualifikation für die Halbfinals. Und bei den Männern schied Armin Niederer (10.) als letzter Schweizer ebenfalls schon in den Viertelfinals aus. Mit Katrin Müller und Alex Fiva hatten zwei Schweizer Spitzenakteure auf das Saison-Finale verzichtet.

Marielle Thompson krönte in La Plagne ihre Traumsaison. In Sotschi hatte sie Gold geholt; jetzt beendete sie die Saison mit ihrer zweiten Kristallkugel. Auch bei den Männern fiel die Entscheidung im letzten Rennen. Für den Österreicher Andreas Matt lag die zweite Kristallkugel bereit, als der Schwede Victor Oehling Norberg im ersten Viertelfinal ausschied. Jedoch Matt kam im letzten Viertelfinal ebenfalls nicht weiter. So blieben dem Schweden zwölf Punkte Vorsprung.