Ski alpin

Fall Lara Gut vor Eskalation?

Dicke Post vom Team Gut an Swiss-Ski: Auf Anregung ihres Anwalts verlangt Lara Gut eine Klärung ihrer vertraglichen Beziehungen mit dem Verband.

Die Klärung soll vor dem internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne geschehen. Hingegen wird von Seiten der Tessiner gegen die von Swiss-Ski letzte Woche verfügte Sperre für den Weltcup-Riesenslalom und -Slalom in Semmering (Ö) vom 28./29. Dezember kein Rekurs eingelegt.

Swiss-Ski-Präsident Urs Lehmann nimmt den Verzicht auf einen Rekurs vor dem (verbandsinternen) Sportgericht zur Kenntnis, fügt aber an, dass "ich auch gar keine Veranlassung sehe, dass wir gegenüber Lara Milde walten lassen sollten". Als "Affront" empfindet Lehmann das Vorgehen des Team Gut, am CAS in Lausanne ein Mediationsverfahren und so eine Lockerung der Verbandsvorschriften bezüglich den Sponsoring-Möglichkeiten anzustreben.

Er sei schwer enttäuscht, so Lehmann, der am vergangenen Wochenende zusammen mit Verbandsdirektor Andreas Wenger nach Val d'Isère (Fr) gereist war, um die Wogen im Fall Gut zu glätten. "Pauli Gut, Andreas Wenger und ich haben am Samstag ein gutes Gespräch miteinander gehabt, in welchem wir uns gefunden haben und das Ganze mit Handschlag besiegelt haben. Wenige Tage später aber flattert uns ein eingeschriebener Brief von einem Anwalt ins Haus. Das ist nicht nachvollziehbar. Wir sind in diesem Gespräch wohl angelogen worden", ärgert sich Lehmann.

Swiss-Ski sei ganz klar gesprächsbereit, aber nicht mit dem Anwalt. Wir wollen persönlich mit dem Team Gut, also mit Lara oder ihrem Vater, sprechen.

Sie habe kein Interesse an einem Streit mit Swiss-Ski, teilt Lara Gut in einem am Donnerstag verschickten Communiqué einleitend mit. Doch sie erwarte, dass der Verband die Vorschriften bezüglich individuellem Sponsoring so schnell wie möglich lockert.

Aufgrund all dieser Äusserungen ist -- trotz Weihnachtszeit -- nicht anzunehmen, dass sich die beiden Parteien in den kommenden Tagen Geschenke machen. Vielmehr ist ein eskalierender Streit wahrscheinlicher denn eine gütliche Einigung.

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