Für das Schweizer Frauen-Team kommt es knüppeldick. Statt einige Wochen fällt Fabienne Suter sechs Monate aus. Bei einer Nachuntersuchung in Genf diagnostizierte Dr. Olivier Siegrist einen Kreuzbandriss. Der erste Befund nach dem Sturz im Kombinationsslalom in St. Moritz am Freitag hatte "Muskelzerrung in der Kniekehle und Zerrung des Kreuzbandes" gelautet. Suter war nach einem Fehler ausgehebelt und in die Luft katapultiert worden.

Nachdem Andrea Dettling als Folge mehrerer Schuhrandprellungen für den ganzen Winter Forfait erklärt hatte, mussten mit Marianne Kaufmann-Abderhalden und Dominique Gisin zwei weitere Fahrerinnen wegen Knieverletzungen die Saison abbrechen. Suter ist also bereits die vierte Speed-Spezialistin des Weltcup-Teams, die erst im nächsten Winter wieder am Start stehen wird. Die Newcomerin Mirena Küng musste in St. Moritz wegen einer leichten Schuhrandprellung auf die zweite Super-Kombination verzichten.

Suter hat im Super-G von Bad Kleinkirchheim für den bisher einzigen Saisonsieg der Schweizer Frauen gesorgt. Der Kreuzbandriss ist die zweite schwere Verletzung ihrer Karriere. 2003 zog sich die damals erst 18-Jährige im Sommertraining in Argentinien eine Trümmerfraktur im linken Schienbein zu. Die Fortsetzung der Karriere war lange in der Schwebe - bis Suter die Rückkehr drei Jahre später doch noch gelang.