Ski alpin

Ein Rennen für die Techniker – Schweizer Speedspezialisten in der Kombination chancenlos

Als bester Schweizer in der Kombination klassierte sich Mauro Caviezel auf dem siebten Platz.

Die Speedspezialisten blieben in der WM-Kombination chancenlos. Drei Techniker standen am Schluss auf dem Podest, das Schweizer Team ging erneut leer aus.

Luca Aerni ging als Titelverteidiger in diese WM-Kombination und gehörte dennoch nicht zum Favoritenkreis. Denn der Kombinationsweltmeister von St. Moritz fand in diesem Winter in seiner Stammdisziplin, dem Slalom, den Rhythmus bisher nicht. Zum Saisonauftakt wurde er in Levi 16.

Steigern konnte er sich seither resultatmässig nicht. Weit weg ist die Form der Vorsaison, in der Aerni in Madonna Zweiter wurde und die Schweizer nach fast acht Jahren wieder einen Slalom-Podestplatz feiern konnten.

«Jetzt ist vieles möglich»

Der erste Durchgang hielt die Schweizer Hoffnungen am Leben. Aerni gelang eine gute Abfahrt. Der Berner handelte sich nur einen Rückstand von 1,23 Sekunden auf die Spitze ein. Vor ihm lagen keine besseren Slalomfahrer, hinter ihm etwa die Techniker Marco Schwarz, Victor Muffat-Jeandet und Alexis Pinturault. «Jetzt ist vieles möglich», sagte Aerni zur Rennhälfte.

Von der breit gefächerten Palette an Möglichkeiten trat die am wenigsten Prickelnde ein. Der Slalomlauf des Jahres blieb aus. Aerni startete verhalten in seine stärkere Disziplin, nach der ersten Zwischenzeit war die Hälfte des Vorsprungs weg. Es reichte nur zu Platz 8. Er sagte: «Der Fehler im letzten Steilhang war definitiv zu viel.»

Speedfahrer im Nachteil

Einen Platz besser als Aerni klassierte sich Mauro Caviezel, der Bronzemedaillengewinner von St. Moritz. Caviezel sagte: «Ich habe das Rennen in der Abfahrt verloren, nicht im Slalom.» Speedfahrer wie Caviezel waren in dieser Kombination im Nachteil. Da die Abfahrt verkürzt wurde, konnten sie auf den langen Ski keinen grossen Vorsprung herausholen.

Das zeigte sich auch im Schlussklassement: Caviezel und Dominik Paris waren die einzigen Speedspezialisten, die sich unter den ersten 10 klassieren konnten. Ein anderes Hindernis war die Slalompiste, die zusehends schlechter wurde. Die besten Abfahrer mussten sich am Schluss durch das furchige Gelände kämpfen. Der Österreicher Marco Schwarz, der Bronze gewann, sagte: «Die Fahrer, die in der Abfahrt vorne dabei waren, hatten keine Chance.»

Am Ende standen drei Techniker auf dem Podium. Der Sieg ging an Alexis Pinturault, der in dieser Saison bereits in Wengen auf dem Podest stand, im letzten Jahr gewann er Olympiasilber in dieser Disziplin. Die Geschichte des Tages schrieb Stefan Hadalin. Der 23-jährige Slowene schuf sich mit dem 30. Platz in der Abfahrt die perfekte Ausgangslage für den zweiten Durchgang. Hadalin durfte als erster in den Slalom starten, ein entscheidender Vorteil. Er sagte: «Es ist unglaublich. Ich kann meine Gefühle nicht in Worte fassen. Ich bin einfach richtig glücklich.»

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