Gegen das von der 36-jährigen WM-Debütantin Amber Holland angeführte Team aus der Provinz Saskatchewan haben die Schweizerinnen in der Vorrunde knapp und auf ärgerliche Weise verloren. In der Revanche am Freitag ist ein Sieg Pflicht, denn sonst werden Janine Greiner, Carmen Küng, Carmen Schäfer und Skip Mirjam Ott als Fünfte des Schlussklassements ohne Medaille heimreisen müssen.

Wenn sie Kanada schlagen, treffen die Schweizer Meisterinnen am Samstagvormittag im Page-System-Playoffspiel auf den Vorrunden-Dritten Dänemark (Lene Nielsen). Mit einem weiteren Sieg erreichen sie den Halbfinal, ansonsten werden sie ins Spiel um Bronze verwiesen.

Vor den letzten beiden Spielen der Round Robin gegen Schottland und Norwegen wussten die Davoserinnen, dass sie nur mit zwei Siegen aus eigener Kraft im WM-Rennen bleiben würden. Beide Aufgaben lösten sie mit Bravour.

Beim 9:3-Erfolg gegen die jungen Schottinnen um Skip Anna Sloan verschafften sich die Schweizerinnen mit drei gestohlenen Steinen in den ersten drei Ends früh eine komfortable Führung, die sie nicht mehr preisgaben.

Mehr Gegenwehr bekamen die Davoserinnen im Abendspiel von den Norwegerinnen (Linn Githmark) zu spüren, die allerdings im ganzen WM-Turnier vieles schuldig blieben und nur drei von elf Partien gewannen. Die Schweizerinnen dominierten zwar von Beginn weg, konnten sich aber lange Zeit nicht entscheidend absetzen. Die Vorentscheidung fiel erst im 9. End mit einem Zweierhaus zur 7:4-Führung. Dies war auch das Schlussergebnis, denn während des 10. Ends gaben die Norwegerinnen auf.